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International

Keine Strafen für Super-League-Abtrünnige: UEFA stellt Verfahren gegen Real, Barca & Juve ein

Dominik Hager
UEFA gibt sich vorerst geschlagen: Real, Barca und Juve atmen auf
UEFA gibt sich vorerst geschlagen: Real, Barca und Juve atmen auf / FABRICE COFFRINI/Getty Images
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Aufatmen ist angesagt bei Real Madrid, dem FC Barcelona und Juventus Turin. Die UEFA hat sich dazu entschieden das Verfahren gegen die abtrünnigen Super-League-Klubs nicht weiter zu verfolgen. Damit reagiert sie auf eine richterliche Androhung aus Spanien. Laut dpa-Angaben wird das Gericht in Madrid über diesen Schritt am Dienstag unterrichtet.


Es sieht so aus, als würde das Trio mit seinen Super-League-Plänen keinen Schaden davontragen. Die UEFA hat infolge einer genauen Prüfung entschieden, dass die Fortsetzung einer juristischen Auseinandersetzung nicht im eigenen Interesse und des der Mitgliedsverbände sei.

Im schlimmsten Falle hätte den drei Spitzenklubs ein Ausschluss aus der Champions League gedroht. Nach der Entscheidung der Berufungskammer der UEFA das Verfahren nicht mehr zu verfolgen, ist dieses Thema jedoch vom Tisch.

Der Rückzug der UEFA liegt einem Ultimatum des spanischen Richters Manuel Ruiz de Lara zugrunde, der unmissverständlich forderte, die Sanktionsdrohungen gegen die Super-League-Gründungsmitglieder zurückzuziehen. Ansonsten hätte UEFA-Boss Ceferin wegen der Nichtbeachtung eines richterlichen Urteils mit einer Anklage rechnen müssen.

UEFA behält sich weitere juristische Schritte vor

Die UEFA erklärte jedoch auch, dass man die klare Haltung gegen eine europäische Super League beibehält und das Verhalten der Klubs missbilligt. Zudem wolle man sich neue juristische Schritte vorbehalten und weiterhin alles dafür tun, dass eine Super League nicht zustande kommt.

Dies liegt natürlich insbesondere aus finanzieller Sicht für die UEFA auch nahe. Ohne die zwölf Top-Klubs um Real, Barca und Juve hätte die Champions League an Prestige und Einnahmen drastisch verloren. Weitreichende Unterstützung hat man dabei praktisch sicher. Aus den Super-League-Plänen resultierte eine fast einmalige Protestwelle, der sowohl die Ligen, die Verbände als aus die Fans angehörten.

Nun ist jedoch zunächst alles so, wie es einmal war. Ohne Sanktionen auf der einen Seite, aber zum Glück auch ohne die Spaltung des internationalen Fußballs. Für die drei Abtrünnigen, die weiterhin an ihren Plänen festhalten wollen, dürfte der Rückzug der UEFA dennoch ein kleiner Sieg sein...

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