Streit wegen Transferverkündung: Werder entschuldigt sich bei Fortuna

Dawid Kownacki
Dawid Kownacki / Frederic Scheidemann/GettyImages
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Werder Bremen hat sich über die Verpflichtung von Dawid Kownacki gefreut - etwas sehr stark und verfrüht. Für die Art und Weise der Bekanntgabe hat sich der Klub nun auch bei Fortuna Düsseldorf entschuldigt. Und das ist nicht das erste Mal für Werder.

Zur neuen Saison wird Dawid Kownacki für Werder Bremen aufspielen. Der Angreifer kommt ablösefrei von Fortuna Düsseldorf, wo sein Vertrag zum Saisonende aufläuft. 90min hatte bereits Anfang April vom bevorstehenden Transfer berichtet.

Über diesen Deal hat man sich an der Weser aber wohl etwas verfrüht und zu sehr gefreut. Immerhin veröffentlichte der Erstligist die ersten Bilder und Clips mit dem in grün-weiß gekleideten Kownacki bereits ohne eine Absprache mit der Fortuna getroffen zu haben. In Düsseldorf wusste man davon nichts. Zumal dieser Vorgang, insbesondere vor Saisonende, alles andere als Usus ist.

Werder entschuldigt sich wegen Kownacki-Bekanntgabe bei Düsseldorf

Gegenüber der Rheinischen Post hat sich ein Klub-Sprecher von Bremen nun entschuldigt: "Wir hätten das sicher optimaler gestalten können und niemanden vor den Kopf stoßen. So selbstkritisch sind wir da schon. Der Zeitpunkt war am Ende nicht gut gewählt."

Man sei dahingehend "mit Fortuna im Austausch", der Vorfall schon aus dem Weg geräumt. Vergessen und verziehen? Frust dürfte beim Zweitligisten durchaus noch vorherrschen.

Serientäter Bremen: Transfer-Bekanntgaben die für Kritik sorgten

Vermutlich auch deshalb, weil Werder aus vorigen Fehlern in dieser Kategorie nicht zu lernen scheint. Es war bereits das dritte Mal, dass ein Transfer mit Pauken und Trompeten verkündet wird, während der jeweils andere Verein noch gar nichts von der Verkündung wusste.

Das Portal Deichstube führt etwa die Verpflichtung von Niclas Füllkrug als Beispiel auf (via fussball.news): Als er 2019 zurück an die Weser wechselte, gab Werder den Wechsel zu einem Zeitpunkt bekannt, als Hannover 96 noch mitten im Abstiegskampf steckte. Die unnötige Unruhe wird nicht gerade für Entspannung gesorgt haben.

Und auch bei Anthony Ujah gab es einen ähnlichen Fall: 2015 gaben die Bremer die Verpflichtung bekannt, während der 1. FC Köln nicht nur noch nicht von der Bekanntgabe wusste, sondern den ganzen Wechsel gar nicht kommen sah. Werder hatte die Ausstiegsklausel gezogen, weshalb Verhandlungen nicht nötig waren. Auch dieser Vorgang sorgte für Kritik.