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La Liga

Streit in La Liga: Real und Barca sprechen sich offiziell gegen Milliarden-Deal aus

Dominik Hager
Der FC Barcelona rbelliert gegen die La Liga Pläne
Der FC Barcelona rbelliert gegen die La Liga Pläne / David Ramos/Getty Images
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Es gibt mal wieder Ärger in La Liga. Die beiden Top-Klubs Spaniens Barcelona und Real Madrid gehen gemeinsam mit Athletic Bilbao gegen den milliardenschweren Teilverkauf der TV-Rechte der spanischen La Liga vor.


In der spanischen Liga brodelt sich was zusammen. Die drei Klubs FC Barcelona, Real Madrid und Athletic Bilbao haben den Deal, der eine Abgabe von zehn Prozent der TV-Einnahmen an die internationale Beteiligungsgesellschaft CVC vorsieht, nun offiziell angefochten. Das Trio erklärte am Freitag, dass das Geschäft der Liga mit der luxemburgischen Investorengruppe den Bestimmungen des derzeit gültigen La-Liga-Reglements widerspricht.

Noch vor gut einem Monat hat die Liga dem Geschäft mit dem früheren Formel-1-Eigentümer CVC mit den Stimmen von 38 von 42 Klubs aus der ersten und zweiten Liga zugestimmt. Die drei genannten Vereine sprachen sich jedoch bei der Sitzung in Madrid bereits gegen das Geschäft aus. Hinzu kommt Real Oviedo, der Zweitligist stimmt dem Deal aber mittlerweile zu.

Aufreger in La Liga: Barca und Real lehnen 2,6 Milliarden Euro ab

Doch worum geht es bei dem angesprochenen Deal überhaupt?
Der Vertrag sieht vor, dass dem Unternehmen die nächsten 50 Jahre 10,95 Prozent der Einnahmen aus Fernsehrechten an allen von der Liga organisierten Spielen der Clubs der ersten und zweiten Liga zustehen. Im Gegenzug würde die Liga 2,6 Milliarden Euro erhalten. Insbesondere die lange Laufzeit soll die drei genannten Klubs dazu veranlasst haben, sich dem Ganzen zu widersetzen.

Nun berichten spanische Medien jedoch davon, dass der Deal zwar in Kraft treten wird, die rebellierenden Klubs jedoch nicht mit einbezogen werden. Dies bedeutet, dass die Vereine keine Gelder abgeben müssen, allerdings auch nichts von der Milliarden-Summe abbekommen werden.

Ohne die Top-Klubs könnten sich jedoch auch die Zahlen ein wenig ändern. Laut Medienangaben möchte die Investorengruppe nur noch 2,1 Milliarden Euro investieren. Deshalb hat sich nun auch Liga-Chef Javier Tebas mit einer Spitze spezifisch an Rudelanführer Real Madrid gewandt: "LaLiga ist verpflichtet, die in der Versammlung von 39 der 42 Vereine getroffenen Vereinbarungen zu verteidigen. Real Madrid hat uns bereits mehrmals verklagt und hat jedes Mal verloren. Im Grunde wollen sie schwache Konkurrenten für ihre verschiedenen Ziele."

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