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"Bisschen Angst, uns zu verletzen": Stimmen zu Deutschlands Test gegen Oman

Yannik Möller
Hansi Flick
Hansi Flick / Markus Gilliar - GES Sportfoto/GettyImages
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Der müde 1:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen den Oman hat nicht gerade Vorfreude auf die Weltmeisterschaft gemacht. Hansi Flick zeigte sich nicht zufrieden mit dem Auftritt. Offenbar spielte auch ein wenig Angst vor einer Last-Minute-Verletzung eine Rolle. Die Stimmen zum Spiel.


Es war eine zähe, teils sogar recht langweilige Generalprobe gegen den Oman. Deutschland zeigte sich defensiv anfällig und offensiv zu behäbig gegen einen Gegner, der zweifelsohne unter dem Standard der Gruppengegner der DFB-Elf liegt.

Für den erlösenden Siegtreffer zum 1:0-Endstand sorgte Niclas Füllkrug rund zehn Minuten vor dem Abpfiff.

Trotz zähem Spiel: Flick mit Verständnis für seine Spieler

"Wir haben bewusst dieses Spiel im Oman gewählt, weil wir uns an die Temperaturen gewöhnen wollten", erklärte Hansi Flick anschließend zunächst einmal die Rahmenbedingungen der Partie (via Eurosport). Einen allzu großen Wert auf das reine Ergebnis wolle man nicht legen. Stattdessen habe man sich dazu entschieden, dass man "den ein oder anderen [Spieler] noch mal sehen" wollte.

Deshalb, das betonte Flick besonders, war auch die Auswechslung von Lukas Klostermann nach einer halben Stunde so geplant.

"Wenn man so die Zweikämpfe sieht, die wir angegangen sind, war das nicht auf dem Niveau, wie wir uns es bei der WM wünschen. Aber wir müssen auch ein bisschen Verständnis für die Spieler haben", so der Bundestrainer weiter. Es sei deutlich geworden, "dass nicht jeder so in die Zweikämpfe reingegangen ist, weil sie ein bisschen Angst hatten, sich zu verletzen".

Hans-Dieter Flick
Flick nach der Partie mit seinen Spielern / Alexander Hassenstein/GettyImages

Nun werde man das Spiel und die ersten Eindrücke erst einmal sacken lassen. Am Donnerstag steht bereits die Reise nach Katar an.

Lob gab es für Füllkrug, der bei seinem ersten Einsatz der Nationalelf direkt treffen konnte: "Er hat das Tor gemacht, das hat er sich auch verdient, weil er auch zwei, drei Abschlüsse hatte. Man hat schon auf dem Platz gespürt, dass da eine Präsenz da ist. Mit seinem Einstand kann und wird er sehr zufrieden sein."

Füllkrug freut sich über Treffer - Neuer sah "ernst zunehmenden Gegner"

Füllkrug selbst freute sich über seinen Treffer und dass er helfen konnte, "das Spiel zu gewinnen". Dennoch müsse man die Ausgangslage nun auch "realistisch einschätzen": "Jetzt geht es in den nächsten Spielen um alles, da wollen wir erfolgreich sein."

"Das war heute ein ernst zunehmender Gegner", stellte Manuel Neuer nach dem Spiel fest. Er sah einen guten Vergleich zum ersten Gruppengegner: "Gegen Japan werden wir auch wenig Räume haben. Sie stehen sehr kompakt und spielen dann geradlinig nach vorne. Das haben wir in der zweiten Halbzeit auch oft gesehen von den Omanis."

Er empfand es als wichtig, "dass wir eine gute Restverteidigung haben und im Angriff schnörkellos sind".


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