DFB-Team

Stimmen zur Japan-Pleite: "Wenn man im Fußball nicht effizient ist, wird man nichts gewinnen"

Simon Zimmermann
Die Enttäuschung auf DFB-Seite war groß
Die Enttäuschung auf DFB-Seite war groß / PressFocus/MB Media/GettyImages
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Zum dritten Mal in der WM-Geschichte verliert die deutsche Nationalmannschaft ein Auftaktspiel. Nach der 1:2-Pleite gegen Japan droht wie schon 2018 das Aus in der Gruppenphase.

Das DFB-Team gab eine 1:0-Führung in der letzten Viertelstunde noch aus der Hand. Weil es zu viele Chancen liegen ließ und nach einem über weite Strecken dominanten Auftritt am Ende zu viele defensive Schwächen zeigte. Vor allem das BVB-Duo Nico Schlotterbeck und Niklas Süle dürfte in den kommenden Tagen massiv in der Kritik stehen.

"Das sind individuelle Fehler, die wir einfach nicht machen dürfen."

Hansi Flick, ARD

Flick bleibt optimistisch: "Noch sechs Punkte zu vergeben"

"Das ist brutal enttäuschend. Wir haben in der ersten Halbzeit 78 Prozent Ballbesitz gehabt. Wir sind zurecht mit 1:0 in Führung gegangen. In der zweiten Halbzeit, wo wir dann auch überlegen waren, haben wir viele Torchancen gehabt, die wir nicht gemacht haben", meinte Bundestrainer Hansi Flick bei der ARD nach dem Spiel.

"Man muss einfach sagen: Japan hat uns heute, was die Effiktivität betrifft, klar geschlagen. Und hat deswegen auch das eine Tor mehr gemacht", so Flick weiter.

"Es gibt gewisse Dinge, die wir besser machen müssen, das werden wir auch analysieren. Wir haben einiges gutzumachen von dem heutigen Spiel. Trotzdem haben wir die Qualität, um auch Spanien schlagen zu können", wollte der Bundestrainer optimistisch bleiben.

"Wir müssen die Spieler jetzt aufbauen, das ist ganz klar. Wir werden mit Sicherheit keine schöne Heimreise haben, weil das jeder im Kopf hat. Und mit Sicherheit sich auch ärgert, dass wir dieses Spiel heute nicht gewonnen haben. Weil wir einfach auch die Chancen hatten. Trotzdem müssen wir nach vorne blicken. Wir haben noch zwei Spiele, es gibt sechs Punkte zu vergeben. Daran arbeiten wir", meinte Flick zum Abschluss.

Stimmen der Spieler zur Pleite gegen Japan

Manuel Neuer

Über die Gründe für die Niederlage: "Die Torchancen, die wir vergeben haben, das ist klar. Wir haben hinten nicht gut verteidigt bis zum Schluss. Japan hat uns im eins gegen eins unter Druck gesetzt. Wir waren nicht ruhig. Wir hätten uns besser positionieren müssen, wie in der ersten Halbzeit."

Zum Spiel: "Wir hatten eigentlich die Kontrolle über das Spiel, aber dann haben wir den Gegner wieder ins Spiel gebracht. Wenn du dich nicht zeigst, wenn du keine Präsenz zeigst, dann zahlst du den Preis. Und genau das ist heute passiert."

Über das Duell mit Spanien: "Wir stehen jetzt sehr unter Druck. Für mich war das das wichtigste Spiel und wir haben verloren. Gegen Spanien, den schwierigsten Gegner, müssen wir ein anderes Gesicht zeigen. Wir müssen alles geben und unser ganzes Potenzial auf den Platz bringen."

Thomas Müller

"Ich finde, wir haben über weite Strecken gut gespielt, aber im Fußball muss man die Überlegenheit in Tore ummünzen. Die Effizienz war nicht da. Es ist verrückt, mit einer Niederlage zu beginnen. Aber wenn man sieht, wie wir Tore kassiert haben, kann man sagen, dass es keine unverdiente Niederlage war."

"Wir müssen das jetzt verarbeiten. Eine Niederlage zu akzeptieren, ist nie einfach. Aber wir müssen objektiv bleiben - die Niederlage ist fußballerisch leicht zu analysieren, aber emotional schwer zu fassen. Wenn man im Fußball nicht effizient ist, wird man nichts gewinnen."

Ilkay Gündogan

"Wir haben es den Japanern zu leicht gemacht. Vor allem das zweite Tor, das sollte nicht passieren, wir sind bei der Weltmeisterschaft. Manu hat uns ein paar Mal gerettet. Wir hatten unglaubliche Torchancen, aber wir haben das 2:0 nicht gemacht. Das darf uns nicht passieren."

"Wir haben das Spiel auch nicht gut von hinten aufgebaut. Die Überzeugung, den Ball von hinten zu halten und sich anzubieten, hat gefehlt - so haben wir lange Bälle gespielt. Man hatte fast das Gefühl, dass nicht jeder den Ball haben wollte. Wir haben den Ball einfach viel zu oft verloren."


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