Bayern München

Spannungen mit Salihamidzic - Flick-Abschied vom FC Bayern denkbar

Jan Kupitz
Flick und Salihamidzic sollen sich nicht mehr allzu grün sein
Flick und Salihamidzic sollen sich nicht mehr allzu grün sein / Alexander Hassenstein/Getty Images
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Hansi Flick ist erst seit 15 Monaten als Cheftrainer des FC Bayern tätig, hat in diesem Zeitraum aber jeden erdenklichen Titel abgeräumt. Mit der in Kürze startenden Klub-WM könnte er ein herausragendes Fußballjahr krönen - doch trotz der sportlich einwandfreien Bilanz soll seine Zukunft beim Rekordmeister unsicher sein.

Die Sport Bild berichtet, es sei "keineswegs sicher, dass Flick über den Sommer hinaus an der Säbener Straße bleibt". Obwohl er beim FC Bayern noch einen Vertrag bis 2023 besitzt. Das Sportmagazin führt an, dass vor allem das Ausscheiden von Karl-Heinz Rummenigge und Spannungen zu Hasan Salihamidzic dazu führen könnten, dass Flick sein Amt am Saisonende aufgibt.

Rummenigge gilt als enger Ansprechpartner des 55-Jährigen, mit dem er "seine Gedanken, aber auch Sorgen teilt". Flick hinterfrage, unter welchen Bedingungen er nach dem Abschied der Bayern-Legende arbeiten könnte. Mit hinein in diese Überlegungen fließe sein angespanntes Verhältnis zu Brazzo, das auch innerhalb des Vereins ein Thema sei.

Schwache Neuzugänge - unterschiedliche Meinungen

Vor allem in Bezug auf die Kaderplanung soll es Reibereien geben, weil Salihamidzics Neuzugänge wenig bis gar nicht eingeschlagen sind und meist auf der Bank sitzen. "Das sorgt für Diskussionen im Trainerstab und in der Mannschaft", heißt es. Die sportliche Führung sähe aber Flick und sein Trainerteam in der Pflicht, "die neuen Profis aufs Bayern-Niveau zu hieven".

Choupo-Moting und Roca sind (noch) keine Verstärkungen
Choupo-Moting und Roca sind (noch) keine Verstärkungen / Alexander Hassenstein/Getty Images

Wie stark die Diskrepanzen zwischen Flick und Salihamidzic sind, kann man zudem gut an den Personalien Jerome Boateng und Tiago Dantas sehen.

Der Innenverteidiger hat unter Flick seine Topform wiedergefunden und sollte nach Meinung des Cheftrainers einen neuen Vertrag erhalten. Die Führung wiederum plädierte für eine Trennung - offen, wie es weitergeht. Dantas wurde im vergangenen Sommer von Benfica SL ausgeliehen, die Bayern sicherten sich eine Kaufoption. Doch Sport1 berichtete zuletzt, dass die Münchener von dieser keinen Gebrauch machen werden und der junge Portugiese nach Saisonende wieder weg sei. Obwohl er als Wunschspieler Flicks gilt.

Wie entscheidet sich Flick im Sommer?

Bis Saisonende gelte Flicks Konzentration einzig und allein seiner Mannschaft, die ihm nach wie vor viel Freude bereite. Doch der gebürtige Heidelberger beobachte die Situation rund um den FC Bayern genau - die Arbeitsbedingungen und totale Unterstützung seiner Philosophie seien maßgebend, dass er seinen Job beim Rekordmeister fortführe. Sind die nicht gegeben, ist ein Abschied denkbar!

Die Sport Bild führt aus, dass Flick vor allem der Job des Bundestrainers reize. Mit den Verantwortlichen des DFB steht der langjährige Co-Trainer von Jogi Löw weiterhin in Kontakt, in München wisse man, dass Flick "durchaus Lust" auf den Posten hätte. Daneben soll es immer wieder Anfragen aus der Premier League für den 55-Jährigen geben, der sich in den kommenden Monaten entscheiden muss, wie seine Zukunft aussieht. Dass diese beim FC Bayern liegt, ist längst nicht in Stein gemeißelt.

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