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Sechs Bundesliga-Leihen im Check: Diese Deals haben sich bezahlt gemacht

Simon Hartmann
Benjamin Goller hat sich beim KSC gut entwickelt
Benjamin Goller hat sich beim KSC gut entwickelt / Matthias Hangst/Getty Images
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Das Geld ist knapp in den Kassen der europäischen Fußballvereine. In Deutschland sieht das natürlich nicht anders aus und so müssen auch die Bundesligavereine im Sommer wohl mit einem kleineren Geldbeutel zurechtkommen. Wie gut, dass viele Vereine zur neuen Saison ihre vertraglich gebundenen Spieler aus der Fremde zurückerwarten. Ein ganzer Schwung an Leihspielern wird im Sommer 2021 heimkehren. Ein paar konnten die Erwartungen erfüllen, andere wiederum nicht. Diese Spieler haben gute Chancen 2021/22 bei ihrem Stamm-Arbeitgeber eine gute Rolle zu spielen - oder auf einen lukrativen festen Wechsel:

Verleihkönige sind der 1. FC Köln und RB Leipzig mit insgesamt neun verliehenen Spielern. Der VfB Stuttgart ist typisch schwäbisch sparsam unterwegs und hat nur drei Spieler aktuell bei anderen Clubs untergebracht; ebenso Bayer Leverkusen.

1. Maurice Malone: FC Augsburg, verliehen an Wehen Wiesbaden

Malone (in der Mitte) ist der Top-Torschütze der Hessen
Malone (in der Mitte) ist der Top-Torschütze der Hessen / Alexander Scheuber/Getty Images

Wenn einer seinen Arbeitsauftrag ordnungsgemäß erfüllt, dann ist das Maurice Malone. Der deutsche Juniorennationalspieler ist seit Sommer 2020 an Wehen Wiesbaden verliehen und mischt die dritte Liga gehörig auf. 14 Scorerpunkte in 18 Partien steuerte der 20-jährige Mittelstürmer für seinen neuen Arbeitgeber bei. Im Sommer geht es zurück nach Augsburg und mit Sicherheit werden sie sich dort bereits auf seine Rückkehr freuen. Er darf damit rechnen in der neuen Saison ein fester Bestandteil des Kaders der bayerischen Schwaben zu sein.

2. Johannes Eggestein: SV Werder Bremen, verliehen an LASK

Eggestein schlug in Österreich voll ein
Eggestein schlug in Österreich voll ein / Michael Molzar/Getty Images

Er hat es mehrere Jahre probiert sich einen Stammplatz bei Werder zu erkämpfen, jedes Mal scheiterte er kurz davor. Im Sommer standen seine Chancen so gering, dass der Mittelstürmer die Flucht nach Österreich antrat. Wenn er im Sommer zurückkehren wird an die Weser, werden sich seine Chancen immens verbessert haben. Denn: Eggestein spielt eine super Saison und hat in 22 Pflichtspieleinsätzen für Linz zwölf Tore. Nicht wenige Werder-Fans wünschen sich das Eigengewächs unverzüglich zurück.

3. Benjamin Goller: SV Werder Bremen, verliehen an Karlsruher SC

Benjamin Goller befindet sich in einer Top-Form
Benjamin Goller befindet sich in einer Top-Form / Karina Hessland/Getty Images

Ein weiterer Bremer, der mit ordentlich Selbstvertrauen in den Norden zurückkehren wird ist Benjamin Goller. Der 22-jährige kommt in Baden so richtig in Fahrt und steuerte sechst direkte Torbeteiligungen in den letzten acht Partien bei. Mit dem KSC befindet er sich momentan im Aufstiegskampf und hat sich im Rennen um einen Stammplatz gegen Dominik Kother durchgesetzt. Im Sommer wird wohl das lange Tauziehen um Milot Rashica ein Ende haben und er wird die Hanseaten verlassen. Nachfolger könnte Goller werden.

4. Florian Müller: FSV Mainz 05, verliehen an SC Freiburg

Florian Müller ist Stammtorhüter beim SC
Florian Müller ist Stammtorhüter beim SC / Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Müller ist einer der wenigen, der von einem Bundesligist zu einem anderen verliehen wurde. Wie lange sein Stammverein Mainz noch Bundesligist sein wird, gilt es abzuwarten. Bei seinem momentanen Club dem SC Freiburg ist er Stammtorhüter und bringt tolle Leistungen. Dreimal hielt Müller in dieser Saison seinen Kasten sauber. In Mainz hat er wohl trotz guter Leistungen keine Zukunft. Zum einen, da die Mainzer am Rand eines Abstiegs in Liga zwei stehen und zum anderen da Stammtorhüter Robin Zentner mit Sicherheit nicht Schuld an der Misere der Mainzer ist. Müller wird im Sommer entweder fest zu den Breisgauern wechseln oder sich einen ganz neuen Verein suchen. Allzu schwer dürfte das nicht werden, mit 23 Jahren ist der Torhüter auch eine Zukunftshoffnung in der Nationalmannschaft.

5. Lars Lukas Mai: FC Bayern München, verliehen an SV Darmstadt

Lars Lukas Mai bekommt die erhoffte Spielpraxis zu genüge
Lars Lukas Mai bekommt die erhoffte Spielpraxis zu genüge / Alex Grimm/Getty Images

Dass die Bayern ein Abwehrproblem haben ist bekannt. Dass die Bayern den Abgang von Alaba verschmerzen werden müssen ist auch bekannt und dass Upamecano bereitstehen soll als Nachfolger ist ebenfalls gewiss.

Dabei gäbe es auch eine andere Lösung: Lars Lukas Mai. Der deutsche U21-Nationalspieler kehrt im Sommer zurück von seiner Leihe in Darmstadt. Dort ist er der Abwehrchef und absolut gesetzt.

Große Chancen in München wird er dennoch nicht haben. Die Konkurrenz bleibt zu groß. Gut, dass es namhafte Interessenten gibt. Allen voran Lazio Rom hat die Fühler ausgestreckt. In München steht Mai noch bis 2023 unter Vertrag - es könnte also auch auf eine erneute Leihe hinauslaufen.

6. Louis Schaub: 1.FC Köln, verliehen an FC Luzern

Schaub steckt mit den Schweizern im Abstiegskampf
Schaub steckt mit den Schweizern im Abstiegskampf / Eurasia Sport Images/Getty Images

In Köln hatten die Domstädter keine Verwendung für den Österreicher mehr. In der Schweiz ist der Mittelfeldspieler ein absoluter Leistungsträger. Mit sieben Scorerpunkten aus 14 Partien, ist der Nationalspieler die personifizierte Hoffnung auf den Klassenerhalt bei den Männern vom Vierwaldstättersee. Im Sommer könnte er auch wieder Köln Hoffnung bereiten. Ob er nach zwei Leihen eine Chance erhält, bleibt offen und hängt wohl auch stark an der Trainerposition.

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