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FC Schalke 04

Kutucu vor Schalke-Abschied: S04-Eigengewächs wechselt in die Türkei

Simon Zimmermann
Ahmed Kutucu steht vor dem Abschied von Schalke
Ahmed Kutucu steht vor dem Abschied von Schalke / UWE KRAFT/Getty Images
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Die Trennung von Schalke 04 und Ahmed Kutucu bahnt sich immer mehr an. Aus der Türkei liegt ein konkretes Angebot für den 21-jährigen Angreifer vor, das S04 offiziell bestätigt hat. Der Transfer dürfte zeitnah über die Bühne gehen.


Mit Simon Terodde, Marius Bülter und Marvin Pieringer hat Schalke seine Offensive neu aufgestellt. Nach den Verpflichtungen der drei Neuzugänge deutete sich bereits an, dass es im Angriff auch Abgänge geben würde. Ahmed Kutucu wurde dabei in vorderster Front genannt.

Beim 21-Jährigen, der zuletzt in die Eredivisie zu Heracles Almelo verliehen wurde, bahnt sich nun tatsächlich ein schneller Abschied an. Wie die Bild zunächst berichtete und mittlerweile von Schalke bestätigt wurde, hat Basaksehir FK eine konkrete Anfrage an S04-Sportdirektor Rouven Schröder gestellt. Der letztjährige Champions-League-Teilnehmer will den zweifachen türkischen Nationalspieler nach Istanbul holen.

"Wir stehen mit Ahmed und seiner Beratungsagentur in Kontakt, was einen Wechsel zu Istanbul Basaksehir betrifft. Dieses Thema ist nun öffentlich geworden. Deshalb möchte ich das Ganze nicht dementieren, sondern offen und ehrlich besprechen. Entschieden ist aber noch nichts. Wir halten es wie immer: Wenn die Tinte unter einem Vertrag trocken ist, werden wir dies auch kommunizieren", erklärte Rouven Schröder.

Schalke ist offenbar dazu bereit, Kutucu trotz Vertrag bis 2022 und einem geschätzten Marktwert von aktuell 1,7 Millionen Euro günstig abzugeben. Schröder soll für den 21-Jährigen lediglich die vorgeschriebene Ausbildungsentschädigung fordern. Diese beläuft sich auf einen niedrigen sechsstelligen Bereich. Das Schalker Entgegenkommen liegt vor allem am Gehalt des Angreifers, das unter Ex-Sportvorsand Jochen Schneider auf 1,5 Millionen Euro im Jahr angehoben wurde.

Trennung für Schalke und Kutucu die beste Lösung

In den Plänen von Trainer Dimitrios Grammozis spielt Kutucu keine große Rolle mehr. Zum einen, wegen der neuen Konkurrenz, vor allem aber, weil der 21-Jährige zuletzt merklich abgebaut hatte. Nach einer enttäuschenden Hinrunde auf Schalke ohne Torbeteiligung lief es für Kutucu in der Rückrunde auch in den Niederlanden enttäuschend. Nur dreimal stand er bei Almelo in der Startelf. Zwei Vorlagen und kein einziges Tor konnte er in insgesamt 15 Einsätzen beisteuern.

Die Trennung dürfte also für alle Seiten die beste Lösung sein. Schalke spart das Gehalt, Kutucu kann einen Neuanfang in der Türkei wagen.

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