FC Schalke 04

System-Kritik "hinter vorgehaltener Hand": Grammozis entging Schalke-Rauswurf

Yannik Möller
Dimitrios Grammozis war wohl längst nicht unumstritten
Dimitrios Grammozis war wohl längst nicht unumstritten / Lars Baron/GettyImages
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Auf Schalke soll es angesichts der teils umstrittenen Dreierkette von Dimitrios Grammozis nicht immer so harmonisch zugegangen sein. Innerhalb des Teams gab es wohl den Wunsch zur Umstellung. Zudem rettete sich der Coach mit überzeugenden Auftritten vor der Winterpause.


Schon zum Saisonstart wurde bei Schalke 04 viel über die von Dimitrios Grammozis bevorzugte Dreierkette diskutiert. Einige Fans beklagten die fehlende taktische Flexibilität, die sich zudem sehr auf das Zusammenspiel von Thomas Ouwejan und Simon Terodde begrenzte. Doch wie schon in den letzten Spielen in der Bundesliga hielt der Cheftrainer an seinem 3-5-2 fest - über die gesamte Hinrunde hinweg.

Intern scheint das teilweise gar nicht gut angekommen zu sein. So berichtet die SportBild, innerhalb der Mannschaft habe es "hinter vorgehaltener Hand" Kritik am Festhalten an der Dreierkette gegeben. Einige Spieler hätten sich wohl eine Umstellung auf eine Viererkette gewünscht, so heißt es. Damit wäre etwa der offenbar auch von Rouven Schröder präferierte, offensivere Ansatz beispielsweise im 4-3-3 denkbar gewesen.

Grammozis hielt an seiner Überzeugung fest. Die Abwehrreihe blieb auch personell in der bisherigen Konstellation bestehen: Malick Thiaw, Ko Itakura und Marcin Kaminski bilden die Defensive. Auch denkbar, dass der Trainer durch das Rausnehmen von einem der drei Stammkräfte keinen Ärger riskieren wollte.

Dimitrios Grammozis
Dimitrios Grammozis hat seine Dreierkette durchgesetzt / Stuart Franklin/GettyImages

Dass die Spiele gegen den 1. FC Nürnberg (4:1) und den Hamburger SV (1:1) sehr überzeugend bestritten wurden, habe den 43-Jährigen schlussendlich sogar vor einem potenziellen Aus gerettet, so die SportBild weiter.

Nun sieht die Ausgangslage anders aus: der Coach hat seitens Peter Knäbel und Rouven Schröder das Vertrauen ausgesprochen bekommen - er wird auch in der Rückrunde an der Seitenlinie stehen. Zuletzt wurde berichtet, dass Grammozis aber an mehr Flexibilität in seinem System arbeiten soll. Sowohl personell, etwa Itakura als Option für die Sechs, als auch für etwaige Anpassungen während des Spiels.

Das soll ein Aspekt sein, an dem er trotzdem weiterhin gemessen wird. Dass dies im Hinrunden-Fazit besprochen wurde, unterstützt zumindest die These, dass es für ihn durchaus auch hätte anders ausgehen können.

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