Sturm-Talent statt Geld-Einsatz: So sollte Schalke auf den Polter-Ausfall reagieren

Yannik Möller
Sebastian Polter
Sebastian Polter / Christof Koepsel/GettyImages
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Für Sebastian Polter ist die aktuelle Saison höchstwahrscheinlich gelaufen. Schalke 04 sollte nun nicht den Fehler machen und das ohnehin schon sehr knappe Geld in einen neuen Stürmer investieren - zu groß sind die anderen Baustellen. Stattdessen sollte Keke Topp in den Fokus rücken. Ein Kommentar.


Noch keine ganze Woche trainiert Schalke im Trainingslager in Belek, da gibt es schon zwei schlimmere Knie-Verletzungen. Während es Justin Heekeren bereits dieser Tage erwischt hatte, musste Sebastian Polter am Samstagnachmittag beim Testspiel gegen den FC Zürich ausgewechselt werden.

Inzwischen bestätigte der Klub, dass es sich aller Voraussicht nach um eine Verletzung am Kreuzband handelt. Kurzum: Polter wird in dieser Saison nicht mehr für die Knappen auflaufen (90min berichtete).

Geringes Budget sollte nicht angetastet werden - Suche nach Verstärkung bereits zäh genug

Entsprechend rückt die Frage in den Fokus, wie der Klub auf diesen langfristigen Ausfall reagieren sollte. Immerhin befindet man sich mitten im Winter-Transferfenster. Nach einem Sturm-Ersatz Ausschau halten, wäre eine naheliegende Option - zugleich aber auch die falsche.

Die Gelsenkirchener haben bereits sehr wenig Geld zur Verfügung, um andere, nochmals wichtigere Baustellen anzugehen. Noch immer ist kein schneller Flügelspieler geholt worden, obwohl Thomas Reis einer solchen Personalie klar die größte Priorität zugesprochen hatte. Tim Skarke soll kommen, doch mittlerweile scheint ein Ausweichen auf eine Alternative unumgänglich zu sein.

Dazu hatte der Coach schon angemerkt, dass er gerne noch weitere Verstärkung für die Mannschaft bekommen würde. Es braucht also jeden einzelnen Euro, um die ausgemachten Baustellen anzugehen.

Externer Polter-Ersatz wäre zu riskant - Schalke schielt auf Topp

Ein neuer Stürmer, der Polter ersetzen soll, wäre also weder sinnvoll, noch dringend notwendig. Stattdessen sollte nun Keke Topp zum zentralen Thema werden.

Der 18-Jährige ist ebenso Mittelstürmer und hat in dieser Saison bereits bewiesen, dass er auf eine sehr gute Form zurückgreifen kann. In der U19 des S04 konnte er in bislang 14 Einsätzen satte 15 Tore erzielen und einen weiteren Treffer direkt vorbereiten. Auch bei der U19-Nationalmannschaft konnte er mehrfach treffen.

Keke Topp
Keke Topp bei der U19 Deutschlands / Markus Gilliar - GES Sportfoto/GettyImages

Nun ist es an der Zeit, dass er zu den Profis hochgezogen wird. Natürlich wird der Mannschaft von Norbert Elgert dadurch der wichtigste Spieler genommen, doch hat die Profi-Mannschaft selbstverständlich den Vorrang. Topp ist sowohl von seiner Position, als auch von der Größe recht ähnlich zu Polter, sodass er dessen Aufgaben vergleichsweise gut übernehmen könnte.

Dass es vermutlich auch zu diesem Schritt kommen wird, hat Team-Manager Gerald Asamoah gegenüber Sky bereits angedeutet: "Wir werden jetzt mit Norbert [Elgert] reden und hoffen, dass wir aus der U19 einen Spieler bekommen. Keke Topp hat es bisher sehr, sehr gut gemacht - dass wir ihn vielleicht hochziehen."

So bekommt ein Jugendspieler die Chance, mindestens den Kader zu ergänzen, wenn nicht gar den ein oder anderen Profi-Einsatz zu bekommen. Zugleich wird das bereits sehr kleine Budget, das für die Leihen angedacht ist, auch nicht berührt.


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