FC Schalke 04

Terodde und Bülter auf Schalke gesetzt - oder doch nicht?

Yannik Möller
Terodde und Bülter bildeten das gesetzte S04-Sturmduo
Terodde und Bülter bildeten das gesetzte S04-Sturmduo / Christof Koepsel/GettyImages
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Marius Bülter und Simon Terodde haben in der Hinrunde immer den Schalker Doppelsturm gebildet, sobald beide einsatzbereit waren. Durch so manches Aufdrängen anderer Spieler und die Terodde-Verletzung könnte es jedoch zum härteren Konkurrenzkampf kommen.


Die Besetzung des königsblauen Sturms war über die Hinrunde sehr einfach vorherzusagen. Eine einzige Frage galt es zu beantworten: sind Simon Terodde und Marius Bülter fit? Konnte diese Frage positiv beantwortet werden, liefen die beiden auch zusammen auf.

Es war nunmal auch die logische Besetzung für den Angriff der Knappen. Der eiskalte Torjäger, der mit Zuspielen und Flanken gefüttert werden soll. Und der Zuarbeiter, eigentlich kein zentraler Stürmer, der aber auch sehr gefährlich im Strafraum werden kann.

Marvin Pieringer war der Ersatz, der hin und wieder für einige Minuten eingewechselt wurde. Mehr Veränderungen gab es auch erst gar nicht.

Doch zum Ende der Hinrunde deutete sich bereits an, dass diese Zusammensetzung keineswegs in Stein gemeißelt sein muss. Seit eineinhalb Monaten hat Terodde kein Spiel mehr absolviert. Erst vor einer Woche ist er wieder ins Training eingestiegen. Vor allem die Spiele gegen Sandhausen (5:2), den 1. FC Nürnberg (4:1) und den Hamburger SV (1:1) haben gezeigt, dass es spielerisch auch ohne ihn geht.

Ömer Toprak, Simon Terodde
Das Bremen-Spiel war das bislang letzte Spiel von Terodde / Stuart Franklin/GettyImages

Manch ein Fan fragte sich zu dieser Zeit bereits, ob S04 nicht sogar freier aufspielen kann, wenn es den großen Fokus auf Terodde mal nicht gibt. So muss die Frage erlaubt sein, ob Schalke auch in der Rückrunde auf ein festes Sturm-Duo setzen kann, setzen darf, setzen sollte.

Direkt vorweg gilt es zu betonen: was die Effektivität betrifft, ist Terodde der mit Abstand beste Stürmer bei Königsblau. Gerade in Halbzeit eins beim Sandhausen-Sieg war deutlich zu merken, wie wichtig seine Kaltschnäuzigkeit ist. Dennoch könnte er sich ab und zu auf der Bank wiederfinden, oder aber einen neuen Partner an seiner Seite vorfinden.

Pieringer und Churlinov stehen bereit

Pieringer zeigt bei seinen Einsätzen, dass er noch mehr will. Sowohl mehr Vertrauen, als auch mehr Einsatzzeiten. In der Liga hat er zwar erst einmal getroffen, doch war seine Arbeit im Angriff ebenfalls lobenswert. Als Anspielstation und Ballverteiler war er in seinen Startelf-Partien vor der Winterpause ein wichtiger Bestandteil der guten Auftritte.

Doch vor allem Darko Churlinov meldete seine Sturm-Ambitionen an. Gegen Nürnberg lieferte er eine sehr gute Leistung ab. Er traf selbst, bereitete einen Treffer vor und konnte durch seine Dribblings immer wieder wichtige Freiräume ziehen und so weitere Gelegenheiten für die S04-Offensive ermöglichen.

Gegen den HSV sah er zwar etwas unglücklich aus, dennoch hat der junge Nordmazedonier gezeigt, welchen Einfluss er haben kann, wenn er denn endlich offensiv eingesetzt wird. Kann er an Leistungen wie gegen den FCN anknüpfen - was noch abzuwarten bleibt -, wäre er ein klarer Kandidat für einen Startplatz im Sturm.

Darko Churlinov
Auch Darko Churlinov konnte sich zuletzt empfehlen / Stuart Franklin/GettyImages

So geht Schalke mit einer scheinbar klaren Ausgangslage in die Rückrunde. Ist Terodde fit, wird er spielen. Das hatte auch Dimitrios Grammozis zuletzt anklingen lassen, insbesondere im Bezug auf das anstehende Heimspiel gegen Kiel. Natürlich deutet erstmal alles auf Bülter als seinen Partner hin.

Diese offenbar logische Ausgangslage hat aber eben ihre Lücken. Pieringer und Churlinov drängen sich auf und haben die Spiele vor der Winterpause als ihr persönliches Plus vorzuweisen. Durchaus denkbar, dass es hier und da schneller zu Wechseln kommt - auch hinsichtlich der Startelf -, wenn der Einstand ins neue Jahr im blau-weißen Angriff nicht ganz so gut anläuft, wie erhofft.


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