FC Schalke 04

Schröder unterstützt Grammozis: "Wir reden nicht über den Trainer"

Yannik Möller
Dimitrios Grammozis rückt in den Fokus
Dimitrios Grammozis rückt in den Fokus / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages
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Auf Schalke hat sich die Stimmung durch zwei Niederlagen und die spielerisch schwachen Auftritte wieder verschlechtert. Dimitrios Grammozis rückt dadurch wieder vermehrt in die Fan-Kritik. Über den Coach will Rouven Schröder aber erst gar nicht reden.


In der 2. Bundesliga sind inzwischen zwölf Spieltage absolviert. Bei Schalke 04 mehren sich die Sorgen, dass Dimitrios Grammozis dem grundsätzlich ziemlich starken Kader keine passende und erfolgreiche Spielidee mitgeben kann. Immerhin ist keine spielerische Entwicklung zu erkennen. Die letzten Siege holte Königsblau gegen Aufsteiger und vor allem durch Einzelaktionen gewisser Spieler.

Wenig verwunderlich also, dass Grammozis dieser Tage wieder vermehrt in die Fan-Kritik geraten ist. Auch seine Beurteilung von schlechten Spielen ist ein Grund dafür. Nachfragen bezüglich der Rotation im DFB-Pokal watschte er zunächst kurz ab. Nach der 0:1-Niederlage in Heidenheim sprach er von der Partie, als wäre es unabhängig vom Resultat eine grundsolide Leistung gewesen, die genauso gut mit einem Sieg hätte belohnt werden können.

Schröder betont gemeinsame Arbeit mit Grammozis: "Wir sehen uns als das große Ganze"

Eine Thematik, mit der natürlich auch Rouven Schröder konfrontiert ist. Am Montag stellte er sich in einer Medienrunde den zurzeit wichtigsten Fragen - und dementsprechend auch der bislang noch zaghaften Trainer-Frage.

"Wir reden nicht über den Trainer, wir reden mit ihm zusammen in der Gruppe, als Verantwortliche. Ob das der Sportvorstand [Peter Knäbel, Anm. d. Red.] ist, der Sportdirektor, der Trainer, das Trainerteam, die Mannschaft - wir sehen uns als das große Ganze", so Schröder (via Sky). Damit hakte er das Thema schnell ab. Allerdings gab er auch kein klares Bekenntnis zu Grammozis.

Rouven Schroeder
Rouven Schröder moderiert die aktuelle Lage / Christof Koepsel/GettyImages

Man könne auch kritisch sein, "ohne das große Ganze infrage zu stellen". Dabei verwies er auch auf den dritten Platz in der Liga. "Immer wieder die Antenne raus: sind wir zufrieden mit gewissen Abläufen? Nein, sind wir nicht. Wir wollen da [den Spielern] mal wieder etwas Vertrauen aussprechen, da mal wieder etwas kitzeln", beschrieb der Direktor die interne Suche nach weiteren Verbesserungen.

"Es ist wichtig, dass wir die Dinge kritisch beäugen, dass wir aber auch die Ruhe behalten", mahnte er weiter an. Nun gehe es darum, die richtigen Schlüsse aus den letzten Wochen zu ziehen, um dann gegen Darmstadt am Sonntag erfolgreich zu sein. "Das ist der Anspruch von Schalke 04", so Schröder. Da gehe es dann auch darum, mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause zu gehen.

"Wir haben so gewirtschaftet, dass es Möglichkeiten für uns gibt, auf dem Transfermarkt aktiv zu sein. [...] Es muss aber komplett passen."

Schröder bzgl. möglicher Wintertransfers

Man merkt dem 46-Jährigen an, dass er sich einerseits sehr ehrgeizig und keineswegs zufrieden zeigen will. So wies er beispielsweise auch die Kritik an der Pokal-Rotation zurück, wodurch er Grammozis in Schutz nimmt: "Das lasse ich überhaupt nicht gelten. Es lag nicht an zwei oder drei Rotationen, wir waren als Gruppe fehlerhaft."

Nichtsdestotrotz spricht er weder eine Garantie aus, noch ein glasklares Bekenntnis. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass er darauf nicht konsequent angesprochen wurde. Dadurch sieht er eine derartige Äußerung zum aktuellen Zeitpunkt vermutlich gar nicht als notwendig an.

Trotz der sehr enttäuschenden letzten Woche zeigte sich Schröder grundsätzlich optimistisch. Auch was die Stimmung unter den Anhängern betrifft: "Ich empfinde das Umfeld als sehr positiv, da ich das Gefühl habe, dass die Schalker Fans ein gutes Gespür für die Situation haben. Sie sind teilweise unzufrieden, nach dem Spiel in Heidenheim war die Fankurve dennoch sehr positiv. Natürlich stellen wir uns der Kritik nach Spielen, in denen es nicht rund lief."

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