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Letzte Aufstiegs-Hoffnung für Schalke? Büskens müsste Mega-Serie starten

Yannik Möller
FC Schalke 04
FC Schalke 04 / Christof Koepsel/GettyImages
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Bei Schalke 04 regt sich eine letzte Aufstiegs-Hoffnung durch den Trainerwechsel. Zugleich haben direkte Konkurrenten gepatzt. Dennoch müsste Mike Büskens nun eine Mega-Serie starten, die kaum zu realisieren scheint. Ein Kommentar.


Ein Trainerwechsel ist eine häufige Wahl der Sportlichen Führung, um nochmal einen neuen Impuls innerhalb der Mannschaft freizusetzen. Unabhängig davon, dass dieser Effekt in seiner Wahrheit und Effizienz angezweifelt werden darf, ist nicht selten auch noch ein Stimmungswechsel rund um den jeweiligen Verein zu spüren.

Darauf hofft dieser Tage auch Schalke. Mike Büskens ist bis zum Saisonende als Interimscoach tätig, nachdem Dimitrios Grammozis vor einer Woche beurlaubt wurde. Nicht zuletzt aufgrund seiner klaren und deutlichen Pressekonferenz am Freitag schöpfen einige Fans die Hoffnung, es könne nun doch noch zu einem Turnaround kommen.

Und die Vorzeichen sind tatsächlich gar nicht so verkehrt, wenn Königsblau heute ins Duell mit dem Tabellenletzten Ingolstadt geht: Darmstadt hat Punkte liegen lassen, weil Sandhausen in Form von Ahmed Kutucu einen späten 1:1-Ausgleich erzielte. Werder Bremen hat gegen Heidenheim verloren, währen der FC St. Pauli gegen Dresden nicht über ein Remis hinauskam.

Großer Abstand, wenig Spiele, schwierige Schlussphase: S04 braucht ein kleines Wunder

So hat die komplette Top drei Punkte liegen lassen. Dennoch muss sich einer inzwischen unschönen Ausgangslage gestellt werden - und zwar mit einer nötigen Prise an Realismus.

Fakt ist: S04 hat - vor dem Spiel gegen den FCI - ganze sieben Punkte Abstand auf die Spitzengruppe. Bestenfalls sind es also später noch vier Punkte. Das größere Problem als dieser Abstand an sich, der über die letzten Wochen gewachsen ist, sind die übrigen Spieltage.

So sind es einerseits nur noch neun beziehungsweise acht offene Spiele, andererseits für Schalke mit einem schwierigen Schlusssprint gespickt. Fakt ist auch: Die Gelsenkirchener haben sowohl in der Hinrunde zu wenig gegen die obere Tabellenhälfte gepunktet, als auch in den letzten Monaten zu häufig gepatzt, als dass es eine durchwachsene Schlussphase gegen die direkte Konkurrenz reichen würde, um nochmal aufschließen zu können.

FC Schalke 04 v FC Hansa Rostock - Second Bundesliga
Schalke hat eine schwierige Schlussphase vor sich / Christof Koepsel/GettyImages

So muss die Büskens-Elf selbst noch gegen Heidenheim, den 1. FC Nürnberg und die ganze Top drei antreten. Das betrifft also die aktuellen Tabellenplätze eins bis fünf. Was zwar die Chance gibt, in diesen direkten Duellen doppelt zu punkten, bedeutet aber auch sehr schwierige letzte Spieltage.

Aufstieg für Schalke schon kein Thema mehr?

So schade es aus Schalker Sicht auch ist, aber der Aufstiegs-Zug scheint bereits abgefahren zu sein. Viel zu viel muss zusammenkommen, um nochmals eine realistische Chance auf ein Aufspringen aufkommen zu lassen.

Man muss es wohl so klar sagen: Spätestens seit dem Jahreswechsel wurde der Aufstieg verspielt. Ein früherer Trainerwechsel hätte potenziell noch einen größeren Effekt haben können, als Büskens ihn nun innerhalb der letzten zwei Monate herbeizaubern muss.

Der letzte Funken Hoffnung wären drei Siege hintereinander, gegen Ingolstadt, Hannover 96 und Dresden, ehe es in diese finalen Partien geht. Nur dann, und wirklich nur dann, wäre ein Aufschließen auf die Spitzengruppe nochmals denkbar. Und selbst dann blieben die direkten Duelle, in denen S04 bislang keine allzu gute Figur gemacht hat.

Viel eher scheint der Fokus schon jetzt auf die Planung für die kommende Saison gerichtet werden zu können - wohl leider auf eine weitere Spielzeit in der 2. Liga.


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