Roy Keane wütet wegen "respektlosen" Brasilien-Tänzen gegen Südkorea

Jan Kupitz
Brasilien tanzt beim Torjubel
Brasilien tanzt beim Torjubel / Michael Steele/GettyImages
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Brasilien hat den Zorn der irischen Fußballlegende Roy Keane auf sich gezogen, der die Tanzeinlagen von Neymar und Co. bei der Weltmeisterschaft als "respektlos" bezeichnete.


Der fünfmalige Weltmeister besiegte Südkorea im Achtelfinale am Montagabend souverän mit 4:1 - jedes ihrer Tore feierten die Brasilianer mit einem Gruppentanz. Als Richarlison das dritte Tor erzielte, rannte er zur Bank und holte sogar Nationaltrainer Tite hinzu, was bei Keane nicht gut ankam.

"Ich kann nicht glauben, was ich sehe. Ich kann nicht glauben, was ich sehe", wiederholte er auf ITV. "Das ist wie bei Strictly [britischer Tanz-Contest]."

"Ich mag das nicht. Die Leute sagen, es sei ihre Kultur. Aber ich denke, das ist wirklich respektlos gegenüber dem Gegner", ätzte Keane. "Es sind vier Tore, und sie machen das jedes Mal. Mich stört das nicht so sehr beim ersten Tor, sondern das danach und die Einmischung des Trainers. Darüber bin ich nicht glücklich. Ich finde das überhaupt nicht gut."

Zumindest in einem Punkt hat Keane aber definitiv Unrecht. Es handelt sich nicht um eine Übung aus Strictly, sondern um einen Tanz, der von der brasilianischen Popgruppe Os Perseguidores ins Leben gerufen wurde.

Es ist etwas, das Richarlison schon seit ein paar Jahren macht, und er hat es 2018 erklärt: "Der Pigeon Dance stammt von einer Gruppe aus Rio de Janeiro, die etwa 2012 einen Song hatte. Als ich den Tanz zu Hause gemacht habe, wurde ein Trend ausgelöst. Alle fingen an, mich zu kopieren."


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