Realitätsverlust: Auch Kahn wütend auf Zahavi

Christopher Kleis
Oliver Kahn wird aller Voraussicht nach den Posten von Karl-Heinz Rummenigge übernehmen.
Oliver Kahn wird aller Voraussicht nach den Posten von Karl-Heinz Rummenigge übernehmen. / INA FASSBENDER/Getty Images
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Dass David Alaba den FC Bayern München in der kommenden Transferphase verlassen wird, steht fest. Für den Spieler geht eine Ära zu Ende, die er größtenteils positiv in Erinnerung behalten kann. Sein Berater Pini Zahavi muss sich hingegen dem Frust der Bayern-Bosse stellen. Die nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, ihre Meinung über den mächtigen Israeli kund zu tun.

Uli Hoeneß bezeichnete den Mann an Alabas Seite im Check24-Doppelpass auf Sport1 als "geldgierigen Piranha." Damit sorgte der Ehrenpräsident des Rekordmeisters für einen Eklat erster Güte. Das Band zwischen Spieler und Verein schien endgültig zerschnitten. Die Vertragsverhandlungen mit dem Österreicher kamen kurz darauf endgültig zum Erliegen.

Kahn spricht im Kicker von Realitätsverlust

Jetzt hat auch der kommende Vorstandschef Oliver Kahn in einem Interview mit der Zeitschrift Kicker in einem Interview deutlich Stellung gegen die Verhandlungsmethoden von Zahavi bezogen. Auf die Frage, ob er bei Verhandlungen mit diesem Typ von Berater manchmal desillusioniert sei, antwortete der ehemalige Nationaltorwart "Auf eine gewisse Weise bin ich tatsächlich desillusioniert, weil ich eine Abkopplung von der Realität feststelle, die atemberaubend ist."

Präsident Herbert Hainer zog öffentlich im BR alle Angebote an die Alaba-Seite zurück. Grund waren die übertriebenen Gehaltsvorstellungen von David Alaba. Der Innenverteidiger wollte Medienberichten zufolge ein ähnliches Gehalt wie Manuel Neuer oder Robert Lewandowski verdienen. Seine langjährigen Dienste und die Treue dem Verein gegenüber galten als das Haupt-Argument.

Ausgerechnet während der Corona-Pandemie mit solchen Vorstellungen zu kommen, war den Verantwortlichen beim FC Bayern München die Sache nicht wert. Zahavi wird von nun an als Persona non Grata an der Säbener Straße behandelt. Kritisch ist dabei, dass er neben David Alaba auch Robert Lewandowski seinen Klienten nennt. Dessen Vertrag läuft noch bis 2023. Spätestens nächstes Jahr könnten also wieder die Giftpfeile fliegen.

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