Real Madrid

Marcelo hat Ärger mit Valencias Lokalregierung und neue Konkurrenz aus den eigenen Reihen

Guido Müller
Hat bei Real zur Zeit einen schweren Stand: Marcelo
Hat bei Real zur Zeit einen schweren Stand: Marcelo / Quality Sport Images/Getty Images
facebooktwitterreddit

Die Zukunft von Real Madrids langjährigem Linksverteidiger Marcelo (seit Januar 2007 bei den Königlichen unter Vertrag) ist auch ein gutes Jahr vor Ablauf seines Vertrages weiterhin ungeklärt. Klubintern scheint man schon einen Nachfolger auserkoren zu haben.


Zuletzt hatte Marcelo bei den Königlichen wenig zu lachen. Vielleicht deshalb umso strahlender postete der 32-Jährige am vergangen Wochenende ein Foto von sich und seiner Familie vom Strand La Malvarossa in Valencia - und verstieß damit gegen die von der dortigen Lokalregierung verhängten Mobilitätsbeschränkungen.

Marcelo droht Geldstrafe

Dem Spieler "droht" nun eine Geldstrafe von bis zu 600 Euro pro Person, also 2400 Euro insgesamt. Sicherlich verkraftbar für einen Kicker, der kolportierte acht Millionen Euro netto jährlich einstreicht. Viel gravierender ist der Imageverlust für den Star, denn in den sozialen Netzwerken kam sein Strand-Gruß ("Sonntag an der Sonne!") eher nicht so gut an.

Eine weitere Indisziplin also eines Real-Kickers während der Corona-Krise (nachdem Luka Jovic im letzten Sommer Fotos von vertraglich nicht genehmigten sportlichen Aktivitäten ins Netz gestellt hatte). Und eine Aktion, die den Brasilianer im Rennen um Einsatzzeiten weitere Pluspunkte kosten dürfte.

Gutiérrez - der kommende Mann auf Reals linker Abwehrseite?

Für den Südamerikaner umso ungünstiger, als ein Spieler aus der von Raúl betreuten Filial-Mannschaft von Real Madrid Castilla gerade mächtig von sich reden macht. Miguel Gutiérrez Ortega könnte die interne Lösung für den linken Defensivflügel der Königlichen sein.

Tomas Araujo, Miguel Gutierrez
Gilt als eines der größten Linksverteidiger-Talente Europas: Miguel Gutiérrez / Jonathan Moscrop/Getty Images

Tatsächlich heißt es im Umfeld der Blancos, dass im Fall eines Trainerwechsels, sprich von Zidane zu Raúl, dieser den 19-jährigen Gutiérrez sofort zu den Profis hochziehen würde. Unter Zidane beschränkten sich Gutiérrez' Einsätze bislang auf Trainingsbeteiligungen und vereinzelte Kadernominierungen.

Immerhin schon mehr, als der Franzose zuletzt Sergio Reguilón zuzugestehen bereit war. Dieser "floh" deshalb zu den Spurs von José Mourinho, die im vergangenen Sommer 30 Millionen für den Linksverteidiger nach Madrid überwiesen.

Der Fall Gutiérrez ist anders gelagert. Bereits vor einigen Jahren, Gutiérrez spielte noch in der Real-Jugend, war Manchester United an die Nachwuchshoffnung herangetreten und bot ihm einen äußerst lukrativen Vertrag.

Doch der Spieler entschied sich gegen einen Umzug ins Old Trafford - und Real machte daraufhin gleich Nägel mit Köpfen und stattete den Spieler mit einem Vertrag bis 2024 (einschließlich prohibitiver Ablösesumme) aus.

Real blockt alle Angebote für Gutiérrez ab

Das hinderte im letzten Jahr zwar einige Klubs (darunter auch Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund) nicht, erneut nach dem Spieler zu fragen - doch die Antwort war jedes Mal dieselbe: Über Gutiérrez wird nicht verhandelt.

Und auch Zidane scheint mit dem Spieler planen zu wollen. Immerhin war Gutiérrez im vergangenen Sommer der erste Spieler aus der neuen, in diesem Jahrhundert geborenen, Real-Generation von Eigengewächsen, der es in einen Spieltagkader der Königlichen schaffte.

Zwar kam Gutiérrez beim 1:0-Sieg der Blancos beim späteren Absteiger Espanyol Barcelona am Ende zu keiner Minute Platzzeit - den Rekord-Status hatte er aber trotzdem sicher.

Gut möglich also, dass schon im kommenden Jahr der zur Zeit gesetzte Franzose Ferland Mendy und Newcomer Miguel Gutiérrez um Spielminuten auf der linken Abwehrseite von Real Madrid streiten werden.

facebooktwitterreddit