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RB Leipzig sucht einen Torjäger - Profitiert Sörloth von Marsch?

Christian Gaul
Alexander Sörloth könnte vom Trainerwechsel profitieren
Alexander Sörloth könnte vom Trainerwechsel profitieren / RONNY HARTMANN/Getty Images
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RB Leipzig wird nach dem Abgang von Julian Nagelsmann mit einem neuen Trainer in die kommende Saison gehen. Jesse Marsch übernimmt das Amt des Übungsleiters und will in Absprache mit der sportlichen Leitung noch einen absoluten Torjäger verpflichten. Der eigens dafür geholte Norweger Alexander Sörloth konnte bislang nicht überzeugen - spielt dem 25-Jährigen eine abzusehende Änderung des Spielsystems in die Karten?


Nachdem Timo Werner die Leipziger in Richtung Chelsea verließ, wohlgemerkt nach einer Spielzeit mit 28 Bundesliga-Toren des deutschen Angreifers, sollte der Norweger Alexander Sörloth die Lücke schließen.

Doch Sörloth tat sich in seiner ersten Saison bei den Sachsen mehr als schwer, sprangen für ihn am Ende doch nur sechs Treffer in 37 Pflichtspielen für Leipzig heraus. Dass der Angreifer es besser kann, bewies er besonders in der Türkei, wo er zuvor für Trabzonspor 33 Tore und elf Vorlagen in 49 Pflichtspielen ablieferte.

Ein mögliches Problem: In Trabzon bekam Sörloth das volle Vertrauen, er war als einzige Sturmspitze gesetzt und wurde von zwei klaren Außenstürmern gefüttert. In Leipzig musste er sich nicht nur gegen Yussuf Poulsen behaupten, sondern auch ungewohnt viele Wege nach hinten machen.

Nagelsmann setzte zudem eher auf zwei Zehner und ließ die Außenbahnen durch Schienenspieler wie Angelino oder Mukiele besetzen. Sörloth bekam in der Folge weniger Platz in der Box und musste sich vermehrt auf die Außen absetzen oder in das zentrale Kombinationsspiel vor dem gegnerischen Strafraum einbringen.

Mit der Ankunft von Jesse Marsch könnte sich ein gewohntes System für Sörloth ergeben. Eines, das er in der norwegischen Nationalmannschaft ähnlich interpretieren kann.

Marsch setzt auf die Doppelspitze - beißt sich Sörloth durch?

Denn mit Erling Haaland im Duo ist Sörloth in seiner Landesauswahl in der Doppelspitze gesetzt. Marsch wird wohl einen ähnlichen Ansatz auch in Leipzig installieren wollen. Bei RB Salzburg setzte der US-Amerikaner fast ausschließlich auf ein flaches 4-4-2, man geht davon aus, dass auch Leipzig in der kommenden Saison dieses System als Grundlage heranziehen wird.

Nach Angaben des kicker sollen sich Marsch und die anderen Leipziger Verantwortlichen darauf verständigt haben, mit vier Stürmern in die kommende Spielzeit zu gehen. Neben Poulsen und Sörloth hätte man mit Neuzugang Brian Brobbey und Hee-chan Hwang diese vier bereits im Kader.

Doch es soll noch ein weiterer Neuzugang her, der als Goalgetter die in der abgelaufenen Saison magere Ausbeute der Stürmer aufbessern soll.

Alexander Sorloth, Erling Haaland
Alexander Sörloth kann als Doppelspitze funktionieren / RONNY HARTMANN/Getty Images

Dieser Königstransfer könnte dafür sorgen, dass sich ein Angreifer verabschieden muss, dabei spricht einiges für Sörloth. Trabzonspor hätte den Stürmer gerne zurück, müsste aber aufgrund der finanziellen Lage auf eine Leihe hoffen.

Poulsen als Urgestein, Brobbey als Neuzugang und Hwang als mitspielender Mittelstürmer scheinen Sörloth den Rang abzulaufen. Sollte sich Leipzig jedoch dazu entscheiden, eher andere Baustellen - beispielsweise in der Zentrale - mit einem Hochkaräter zu besetzen, könnte es für Sörloth die Hoffnung geben, seinen Platz bei den Bullen doch noch zu finden.

Denn dass er es kann, hat der Norweger schon bewiesen.

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