Ramos-Show: Portugal fertigt die Schweiz im WM-Achtelfinale mit 6:1 ab

Simon Zimmermann
Goncalo Ramos bei seinem dritten Treffer
Goncalo Ramos bei seinem dritten Treffer / Chris Brunskill/Fantasista/GettyImages
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Statement von Portugal! Die Selecao fertigte die Schweiz im WM-Achtelfinale mit 6:1 ab. Held des Abends war Goncalo Ramos mit drei Toren und einer Vorlage. Der Benfica-Torjäger stand für Cristiano Ronaldo in der Startelf, der zunächst auf der Bank schmorte.


Tore:
1-0: Goncalo Ramos (17. Minute)
2-0: Pepe (33.)
3-0: Goncalo Ramos (51.)
4-0: Raphael Guerreiro (56.)
4-1: Manuel Akanji (58.)
5-1: Goncalo Ramos (67.)
6-1: Rafael Leao (90.+2)


Nach der Überraschung von Marokko wurde am Abend der Viertelfinal-Gegner der Nordwestafrikaner gesucht. Die Schweiz machte sich im Duell mit Portugal große Hoffnungen - und wurde schnell enttäuscht.

Der Europameister von 2016 ging bereits nach 17 Minuten in Führung. Benfica-Torjäger Goncalo Ramos jagte den Ball aus spitzem Winkel in die Maschen. Nach gut einer halben Stunde sorgte dann Altmeister Pepe per Kopf nach einem Eckball für das 2:0. Mit 39 Jahren und 283 Tagen wurde Pepe damit zum ältesten Torschützen in einer WM-K.o.-Runde.

Kurz davor hatte die Nati durch einen direkten Freistoß von Xhaka die beste Abschlussgelegenheit. Portugal war allerdings in den ersten 45 Minuten die klar bessere Mannschaft (Spoiler: das sollte auch so bleiben).

Übrigens: Superstar Cristiano Ronaldo saß nur auf der Bank. Wie sollte es anders sein, wurde Stellvertreter Goncalo Ramos schnell zum Tor-Helden.

Die Schweizer Hoffnungen auf eine Aufholjagd wurden kurz nach der Pause direkt wieder zerstört. Ronaldo-Vertreter Goncalo Ramos machte seinen zweiten Treffer. Nach einer flachen Hereingabe von Dalot war der Torjäger zur Stelle.

Und es wurde noch schlimmer: Fünf Minuten später wurde nach einem schönen Angriff BVB-Linksverteidiger Raphael Guerreiro freigespielt. Nach dem Assist von Ramos hatte Guerreiro keine große Mühe, sein viertes Länderspieltor zu erzielen.

Immerhin: Die Nati schlug kurz darauf zurück. Eine Ecke wurde von Ramos unfreiwillig verlängert, Manuel Akanji stand am zweiten Pfosten frei und drückte den Ball über die Linie.

Die Zuschauer im Lusail forderten nach einer Stunde lautstark Cristiano Ronaldo. CR7 machte sich weiter warm. Auf dem Platz hatte sein Stellvertreter noch nicht fertig. Nach Zuspiel von Joao Felix lupfte Ramos die Kugel eiskalt über Sommer hinweg zum 5:1 - und seinem dritten Treffer des Abends.

In der 73. Minute war es dann soweit: Ramos ging vom Feld, Ronaldo betrat unter großem Jubel den Rasen. Pepe legte CR7 zuvor noch artig die Kapitänsbinde um.

CR7 und Co. zeigten bis zum Schlusspiff keine Gnade mit der Schweiz. Ronaldo war zwar weiter nicht sein erster Treffer in einer WM-K.o.-Runde vergönnt, dafür war es aber Joker Rafael Leao in der Nachspielzeit mit dem 6:1.

Während Portugal ein Statement setzte und nun am Samstag (16 Uhr) im Viertelfinale auf Marokko trifft, endet die WM für die Schweiz mit einer herben Enttäuschung.


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