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Raffael stand 2017 vor Wechsel zum BVB: "Konnten uns nicht über die Vertragslaufzeit einigen"

Seit Juli vereinslos: Raffael
Seit Juli vereinslos: Raffael | DeFodi Images/Getty Images

Sieben Jahre verbrachte Raffael bei Borussia Mönchengladbach, in diesem Jahr wurde der Vertrag des brasilianischen Edeltechnikers allerdings nicht verlängert. "Ich akzeptiere das", sagt Raffael, der am Niederrhein seine Heimat gefunden hat - weshalb auch ein geplatzter Wechsel zum BVB kein Rückschlag war.

Lucien Favre war der größte Förderer in Raffaels Karriere. Der 62-jährige Schweizer lockte ihn im Jahr 2005 zum FC Zürich, später folgte Raffael ihm zu Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach. Am Niederrhein wirbelte der heute 35-Jährige insgesamt sieben Jahre, 201 Mal stand er für die Fohlen-Elf auf dem Platz. Doch nach Verletzungen in der jüngeren Vergangenheit rückte er unter Marco Rose ins zweite Glied, kam nur auf elf Kurzeinsätze über 122 Minuten.

Dennoch blickt Raffael positiv auf seine Zeit in Gladbach zurück: "Das ist schon verrückt", sagt er im Interview mit der Rheinischen Post. "Bei Borussia lief einfach alles super für mich und ich kann auf die schönste Zeit in meiner Karriere zurückblicken."

"Ich kann auf die schönste Zeit in meiner Karriere zurückblicken"

Raffael

Über sein Aus zum Saisonende wurde seit geraumer Zeit spekuliert, die finale Entscheidung sei allerdingst erst wenige Tage vor dem letzten Bundesligaspiel gegen Hertha BSC gefallen. "Ich habe bis zuletzt gedacht, dass ich noch einmal verlängere", gibt Raffael zu, überrascht sei er von der Entscheidung aber nicht gewesen. Vielmehr habe er sich darüber geärgert, dass die Saison unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu Ende gespielt werden musste: "In erster Linie war ich wegen der Fans traurig, weil sie nicht dabei waren, als ich das letzte Mal für Borussia gespielt habe."

Raffael stand vor Wechsel zum BVB: "Konnten uns nicht über die Vertragslaufzeit einigen"

Die Verbundenheit zur Borussia ist groß. Mehrere Anfragen hätten ihn in der Vergangenheit erreicht, am Ende habe er sich aber stets für den VfL entschieden. "Es hat mir in Gladbach an nichts gefehlt, deswegen wollte ich auch nie unbedingt weg", sagt Raffael. Einzig ein Wechsel zu Borussia Dortmund hätte ihn gereizt, wie er verrät. 2017 habe er konkrete Gespräche mit dem BVB geführt, von Erfolg waren diese aber nicht gekrönt. "Das Problem war, dass wir uns nicht über die Vertragslaufzeit einigen konnten", erklärt er.

Raffael
Um ein Haar wäre Raffael zum BVB gewechselt. Einzig die Laufzeit verhinderte den Transfer. | TF-Images/Getty Images

Nach dem Pokalsieg und der Trennung von Thomas Tuchel wollte der BVB mit Neuzugängen für knapp 110 Millionen Euro den nächsten Angriff auf den FC Bayern wagen. Unter anderem wurde Ex-Teamkollege Mahmoud Dahoud aus Gladbach verpflichtet, ebenso kamen Dan-Axel Zagadou, Jadon Sancho, Jeremy Toljan, Ömer Toprak, Maximilian Philipp und Andriy Yarmolenko.

Einzig Sancho und Zagadou haben sich als Volltreffer erwiesen - und auch Raffael hätte ein guter Transfer werden können. Nach den gescheiterten Verhandlungen verlängerte er jedoch in Gladbach. Eine Entscheidung, die ihn "sehr glücklich gemacht" hat.