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Mbappe-Poker eskaliert: "Was Real tut, ist nicht korrekt und illegal!"

Jan Kupitz
Kylian Mbappe kann wechseln
Kylian Mbappe kann wechseln / John Berry/Getty Images
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Der Poker zwischen Real Madrid und Paris Saint-Germain wird heißer! PSG-Sportdirektor Leonardo hat ein Angebot für Kylian Mbappe bestätigt und erklärt, dass die Königlichen seine Forderungen erfüllen müssen, wenn sie den Superstar verpflichten möchten. Zudem lederte er heftig gegen die Spanier.


Am Dienstagabend hatten zahlreiche Medien übereinstimmend berichtet, dass Real Madrid an PSG herangetreten sei und 160 Millionen Euro für einen sofortigen Wechsel von Kylian Mbappe geboten habe. Kurz darauf war zu hören, dass Paris diese Offerte abgelehnt habe - obwohl der 22-Jährige seinen Vertrag nicht verlängern will und 2022 ablösefrei gehen könnte.

Gegenüber RMC Sport bestätigte Leonardo die Medienberichte und erklärte: "Wir haben mündlich abgelehnt." Doch der Brasilianer betonte auch, dass man niemanden zurück halten werde: "Wenn jemand gehen will und unsere Bedingungen erfüllt sind, werden wir sehen. Aber wir haben mit unseren Spielern in diesem Sommer einen Traum geschaffen und wir werden nicht zulassen, dass ihn jemand zerstört. Für uns ist das Angebot weit entfernt von dem, was Kylian heute darstellt."

Außerdem, fuhr der PSG-Sportdirektor fort, müsse man der AS Monaco noch einen Teil der Ablösesumme aus dem Jahr 2018 zahlen, als man Mbappe für insgesamt 180 Millionen Euro (inklusive Boni) verpflichtet hatte.

PSG fordert für Mbappe mindestens 180 Mio. Euro

Das Angebot der Königlichen sei "niedriger als das, was wir für ihn bezahlt haben", bestätigte Leonardo die ungefähre Summe von 160 Millionen Euro und stellte klar: "Wir werden ihn nicht für weniger gehen lassen, als wir für ihn bezahlt haben, wenn wir Monaco noch Geld schulden."

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Leonardo ätzt gegen Real Madrid / FRANCK FIFE/Getty Images

Zudem ärgere ihn "die Art und Weise, wie Real Madrid Dinge tut", denn "es scheint eine Strategie von Madrid zu sein, zu versuchen, ein Nein von uns zu bekommen, um zu zeigen, dass sie alles versucht haben und ein Jahr lang zu warten, um ihn umsonst zu bekommen. Real Madrid hat sich in den letzten zwei Jahren so verhalten, das ist nicht korrekt, illegal, auch weil sie den Spieler kontaktiert haben. Das ist für uns inakzeptabel, denn es ist nicht korrekt. Es ist ein Beweis für die Strategie: ein Angebot kommt ein Jahr vor dem Ende seines Vertrags und sieben Tage vor dem Ende des Fensters. Sie wollen, dass wir ablehnen, um Kylian zu zeigen, dass sie alles versucht haben und um die Verhandlungen für das nächste Jahr zu beginnen."

Dass sein Schützling weg möchte, daran hat selbst Leonardo mittlerweile keine Zweifel mehr. "Mbappé will weg, das scheint mir klar zu sein. Wenn Real Madrid ein Angebot macht, scheint das für mich klar zu sein. [...] Wir können unsere Pläne in der letzten Woche des Mercato nicht mehr ändern. Wenn er gehen will, werden wir ihn nicht aufhalten, aber nur zu unseren Bedingungen."

Mbappe gab Versprechen an PSG ab

In den vergangenen Woche habe er häufig mit Mbappe gesprochen, "er hat uns immer das Gleiche erzählt. Kylian hat immer versprochen, dass er den Verein nicht umsonst verlassen würde. Das hat er uns immer gesagt."

Kylian Mbappe
Was wird aus Mbappe? / Xavier Laine/Getty Images

Der Sportdirektor unterstrich, dass man nicht plane, in diesem Transferfenster "noch einmal mit Real Madrid zu sprechen. Die Frist läuft am 31. August um Mitternacht ab." PSG habe noch immer vor, Mbappe zu halten und mit ihm zu verlängern.

"Ich bereite im Moment nichts auf dem Markt vor", fuhr Leonardo fort, obwohl Medien zuletzt berichtet hatten, dass PSG Everton-Star Richarlison als potenziellen Mbappe-Ersatz ins Auge fasse. "Mbappe hat einen Einjahresvertrag, wir wollen ihn verlängern. Wir haben nie an einen Plan B gedacht."

Fortsetzung folgt. Garantiert.

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