Hertha BSC

Preetz schießt gegen Klinsmann: "Nie so in einem Kollegen getäuscht"

Dominik Hager
Michael Preetz ledert gegen Ex-Kollege Jürgen Klinsmann
Michael Preetz ledert gegen Ex-Kollege Jürgen Klinsmann / Stuart Franklin/GettyImages
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Eineinhalb Jahre nach seinem Aus bei Hertha BSC ist es um den ehemaligen Geschäftsführer Michael Preetz ruhig geworden. Im Interview mit der Bild hat er sich nun erstmals wieder öffentlich geäußert und heftig gegen den früheren Trainer Jürgen Klinsmann gefeuert.


Schon drei Monate von Jürgen Klinsmann haben gereicht, dass man auch Jahre später noch über die Zeit des ehemaligen DFB-Trainers bei der Hertha redet. Klinsmann hatte unter anderem Spieler in Kategorien wie "kein Mehrwert" eingeteilt und dies auch ganz klar kommuniziert. So viel Futter wie in den wenigen Klinsmann-Monaten hat die Hertha den Medien sonst in zehn Jahren nicht geliefert. Sein Plan, die Hertha zum Big-City-Klub zu machen, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Nach seinem auf Facebook kommunizierten Rücktritt im Februar 2020 kamen Tagebücher ans Licht, in denen er dem Team und der Klubführung ein miserables Zeugnis ausstellte. Preetz selbst hat dazu selbstverständlich "eine ganz andere Meinung" und sich nun zur Wehr gesetzt.

Preetz feuert zurück: "Mich in keinem Kollegen so getäuscht"

Für den früheren Geschäftsführer ist das Verhalten seines ehemaligen Kollegen ein ganz schlechter Stil. "Ganz sicher habe ich mich in keinem Kollegen so getäuscht wie in ihm", ließ er im Gespräch mit der BILD kein gutes Wort an Klinsmann. Dies gelte sowohl als Trainer, als auch als Mensch.

"Sein plötzlicher Abgang und sein öffentliches Nachtreten zeugen nicht von einem ausgeprägten Sportsgeist", stellte Michael Preetz klar.

Preetz kontert Kritiker: "Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen"

Preetz selbst musste in seiner Zeit als Hertha-Geschäftsführer ebenfalls haufenweise Kritik einstecken. Trotz der Windhorst-Millionen war es dem 54-Jährigen und seinen Kollegen nie gelungen, eine schlagkräftige Truppe aufzubauen, die vorne mitmischen kann.

"In verantwortlicher Position versucht man immer, Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen zu treffen", verteidigte sich Preetz, der seine eigenen Handlungen in der Zeit nach seinem Rauswurf lange evaluiert hatte.

Für einen neuen Job fühlt er sich inzwischen wieder bereit: “Ich bin körperlich und mental sehr gut erholt und voller Tatendrang. Der Akku ist voll, und ich freue mich auf die Herausforderungen, die vor mir liegen."

Preetz könnte sofort bei einem anderen Klub beginnen, da sein ursprünglich bis 2023 laufender Vertrag inzwischen aufgelöst wurde.


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