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Paris SG macht bei Hernandez ernst - Rache wegen Kouassi-Transfer

Lucas Hernandez
Wegen Kouassi-Transfer zum FC Bayern: PSG macht Jagd auf Lucas Hernandez (Foto) | DeFodi Images/Getty Images

Der Transfer von Tanguy Kouassi zum FC Bayern wurde noch nicht offiziell bestätigt, laut dem französischen Radiosender RMC Sport schlägt der bevorstehende Wechsel des Innenverteidiger-Juwels aber hohe Wellen bei Paris St. Germain. Wie berichtet wird, wollen sich die Klubverantwortlichen rächen und entweder Lucas Hernandez oder die besten Nachwuchstalente der Bayern an die Seine locken.

Zwei Jahre soll sich PSG darum bemüht haben, den Vertrag mit Tanguy Kouassi zu verlängern. Jedoch entschied sich der 18-jährige Innenverteidiger vor wenigen Tagen gegen eine Zukunft in der französischen Landeshauptstadt. Sein bevorzugtes Ziel: Die Bundesliga.

RB Leipzig, Borussia Dortmund und der FC Bayern galten fortan als Interessenten. Der deutsche Rekordmeister soll letzten Endes den Zuschlag erhalten haben, wie Sport Bild und RMC Sport am Dienstag meldeten. Obwohl der ablösefreie Transfer offiziell noch nicht bestätigt wurde, deuten die Reaktionen aus Paris darauf hin, dass es sich nur noch um reine Formsache handelt.

Kouassis Entscheidung gegen PSG sei "einfach nur skandalös", sagte Ex-PSG-Profi Jerome Rothen gegenüber RMC Sport (Übersetzung via Sportbuzzer). Der 18-Jährige ist das nächste hochkarätige Eigengewächs, das den Schritt ins Ausland wagt, statt in Paris um einen Stammplatz zu kämpfen. "Diese jungen Spieler schulden es PSG, zu bleiben. Wenn man die Chance hat, in einem solchen Verein seine Profikarriere zu starten, schuldet man ihm dann nicht etwas?", so Rothen weiter.

Aus Rache: PSG will Hernandez - oder Bayerns beste Nachwuchskicker

Auch die Klubverantwortlichen seien wütend - allerdings nicht nur wegen Kouassis Abschied. Sauer stoße ihnen zusätzlich auf, dass sie von den Bayern nicht über die erzielte Einigung mit dem Spieler informiert worden seien. Sportdirektor Leonardo wolle sich deshalb rächen und Lucas Hernandez verpflichten. Schon vor einigen Tagen sollen beide Klubs Gespräche über einen Transfer des Weltmeisters aufgenommen haben, auch führe PSG bereits Gespräche mit Hernandez' Beratern. Wie es heißt, wollen die Pariser die angeblich geforderte Ablösesumme von 80 Millionen Euro drücken, Bayern wolle ihnen aber nicht entgegenkommen.

Schon seit Mai kursieren Gerüchte über einen möglichen Abschied von Hernandez, der vor einem Jahr für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid verpflichtet wurde. Aufgrund einer langwierigen Knieverletzung und einem Innenbandriss im Sprunggelenk absolvierte der 24-Jährige in dieser Saison erst 21 Pflichtspiele über 992 Einsatzminuten. Einen vorzeitigen Abschied dementierte Berater Manuel Garcia Quilon jedoch in aller Deutlichkeit: "Lucas wird nicht wechseln und definitiv bei den Bayern bleiben", sagte er vor knapp drei Wochen bei Sky Sport News (zitiert via Sportbuzzer).

Sollte ein Hernandez-Transfer scheitern, könnte sich PSG alternativ darum bemühen, die besten Nachwuchsspieler abzuwerben, so RMC Sport. Das Transfer-Theater hat allem Anschein nach gerade erst begonnen.