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Osimhen vor Rekordwechsel: Die fatale Fehleinschätzung des VfL Wolfsburg

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Victor Osimhen steht vor einem Wechsel von OSC Lille zum SSC Neapel | FRANCOIS LO PRESTI/Getty Images

Victor Osimhen steht vor einem Wechsel von OSC Lille zum SSC Neapel, woran sein ehemaliger Klub RSC Charleroi ordentlich mitkassiert. Der VfL Wolfsburg hatte vor zwei Jahren keine Geduld mit dem Nigerianer - und hat sich so viel Geld entgehen lassen.

Die anderthalb Jahre beim VfL Wolfsburg liefen für das Stürmertalent Victor Osimhen alles andere als optimal. Schon kurz nachdem er als 19-Jähriger von der Ultimate Strikers Academy aus Nigeria nach Wolfsburg kam, verletzte er sich am Meniskus und fehlte mehrere Monate, am Ende der Saison reichte es nur für drei Kurzeinsätze. In der folgenden Spielzeit konnte sich Osimhen nicht wirklich durchsetzen und verletzte sich am Ende erneut. Die Wölfe ließen ihn schließlich Leihweise zum RSC Charleroi ziehen - ein Fehler, wie sich im Nachhinein herausstellte.

Wolfsburg hatte Osimhen für 3,5 Millionen Euro verpflichtet, ebenso hoch war schließlich die Kaufoption für Charleroi. Jetzt steht der Nigerianer vor einem Wechsel zum SSC Neapel - für 60 Millionen Euro, plus Boni. Dies berichten L'Equipe und Transfer-Experte Gianluca di Marzio (via transfermarkt.de). Osimhen spielte in der vergangenen Saison für den OSC Lille in der Ligue 1 und erzielte in 38 Pflichtspielen 18 Tore. Nun soll er Neapels Rekordneuzugang werden, bisher war dies Gonzalo Higuain für 39 Millionen Euro Ablöse.

Denn nachdem Osimhen von Wolfsburg nach Charleroi verliehen war, blühte er auf. Endlich frei von Verletzungen traf er in 36 Spielen 20 Mal, natürlich zogen die Belgier die günstige Kaufoption; danach verkauften sie den Angreifer direkt weiter an den OSC Lille, für 14 Millionen Euro Ablöse. Die Belgier konnten damit einen ordentlichen Gewinn einstreichen, Lille nun natürlich noch wesentlich mehr. Wolfsburg dagegen ging weitestgehend leer aus.

Offizielle Verkündung "vielleicht am Donnerstag"

"Vielleicht kann ich am Donnerstag etwas verkünden", sagte Neapels Präsident Aurelio de Laurentiis dem Radiosender Kiss Kiss (via transfermarkt,de). Die Verhandlungen ziehen sich mittlerweile schon etwas hin, auch wegen eines Beraterwechsels von Osimhen. Ein Ende scheint nun aber in Sicht. Wie di Marzio berichtet sei eine Delegation aus Neapel jedenfalls auf dem Weg nach Lille und wolle nicht zurückkehren, ehe der Wechsel fix ist.