WM

"One Love"-Binde: Deutschland & anderen Nationalteams drohen Sperren und Geldstrafen

Oscar Nolte
Manuel Neuer
Manuel Neuer / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Die FIFA möchte das Tragen der als "One Love" titulierten Regenbogen-Binde verbieten. Neben Deutschland wollen sieben weitere Nationalteams mit dem buntgefärbten Kapitäns-Band auflaufen. Dafür drohen nun offenbar Sanktionen.


"Wir haben mit langem Vorlauf die Fifa immer wieder darauf hingewiesen, dass wir mit dieser Binde auflaufen wollen, es gab keine Reaktion der Fifa dazu", erklärte DFB-Präsident Bernd Neuendorf im Interview mit dem ZDF. Am Sonntag hatte FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura angedeutet, dass das Tragen der Binde sanktioniert werden könnte. "Wir haben gesagt, wir bleiben dabei, dass wir mit der Binde auflaufen", beteuerte Neuendorf - selbst wenn das eine Strafe nach sich ziehen würde.

Neuer, Kane und Co. mit der "One Love"-Binde: Gelb-Sperren drohen

Selbiges gilt für England. Die Three Lions, als Kapitän repräsentiert von Harry Kane, will ebenfalls mit der "One Love"-Binde auflaufen, Sanktionen hin oder her. Die englische Nationalmannschaft ist die erste der insgesamt acht Nationen, die bei der WM spielen wird; am Montag gegen den Iran könnte Kane einen Präzedenzfall schaffen.

Wie die Bild berichtet, könnte es neben Geldstrafen auch zu sportlichen Sanktionen kommen. Dem Bericht zufolge drohen den Kapitänen, die mit der "One Love"-Binde auflaufen, sofortige Gelbe Karten - und damit im Verlauf des Turniers Sperren.

Es bleibt zu hoffen, dass die acht Nationen bei ihrem Vorhaben bleiben, trotzdem die Binde, die für Diversität und Menschenrechte steht, zu tragen. Frankreichs Kapitän Hugo Lloris hatte bereits beteuert, die Binde aus Respekt vor der katarischen Kultur nicht zu tragen - obgleich der Tottenham-Keeper betonte, dass er die Zustände im Gastgeberland nicht akzeptabel findet.


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