Kahn bestätigt interne Diskussionen um Ronaldo: "Würden sonst unseren Job nicht machen"

Der FC Bayern möchte CR7 nicht verpflichten
Der FC Bayern möchte CR7 nicht verpflichten / Soccrates Images/GettyImages
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Cristiano Ronaldo möchte - so berichten es einige Medien - unbedingt zum FC Bayern. Während die Münchner sich in dieser Transfer-Phase nicht gerade zurückgehalten haben, lehnten die Bosse aber ausgerechnet beim portugiesischen Superstar ab. Oliver Kahn bestätigte allerdings, dass man intern über den Namen Ronaldo diskutiert hat.


Das Gerücht "Cristiano Ronaldo zum FC Bayern" tauchte in all den Jahren immer wieder mal auf, konnte jedoch immer recht schnell als Unsinn abgetan werden. In diesem Sommer bestände jedoch tatsächlich die realistische Chance, den Angreifer zu bekommen. Nach dem Verpassen der Champions-League-Qualifikation mit Manchester United möchte der Portugiese zu einem Klub, wo er in der Königsklasse spielen und den Henkelpott auch gewinnen kann.

Demnach versuchte Berater Jorge Mendes, einen Transfer nach München abzuwickeln. Ein wenig hätte es die Bayern wohl auch gereizt, die 37-jährige Tormaschine an der Säbener Straße begrüßen zu können.

"Wir haben das Thema diskutiert - sonst würden wir unseren Job nicht machen", erklärte Oliver Kahn gegenüber der Sport Bild und legte nach: "Ich persönlich finde, dass Cristiano Ronaldo einer der größten Fußballer ist, die es jemals auf diesem Planeten gab."

Bayern lehnt Ronaldo-Transfer ab: "Hätte nicht zu unserer Philosophie gepasst"

Nach internen Gesprächen entschieden sich die Verantwortlichen aber letztlich gegen einen Ronaldo-Transfer. "Wir kamen zu dem Schluss, dass er bei aller Wertschätzung von uns allen in der aktuellen Situation nicht zu unserer Philosophie gepasst hätte", erklärte Kahn.

Die Münchner wollen schließlich offensiv variabler agieren und ohne klare Spitze auflaufen. Ronaldo hingegen wäre ähnlich wie Lewandowski wieder eine Art Zielspieler gewesen und arbeitet im Vergleich zum Polen weniger nach hinten. Im Gegenpressing ist der 37-Jährige beispielsweise auch nicht gerade effizient.

Trotzdem hätte ein Ronaldo-Intermezzo durchaus Sinn gemacht. Es stellt sich eben noch immer die Frage, wer die vielen fehlenden Lewandowski-Tore kompensieren kann. Cristiano Ronaldo wäre diesbezüglich ein absoluter Garant gewesen. So hat man den Eindruck, dass die Münchner auf jeder Position groß eingekauft haben, aber ausgerechnet an der dringendsten Position keine (Sofort-)Lösung bereitstellen möchten.

Ein Mathys Tel kann bei allem vorhandenen Talent die Bayern zunächst nicht zu einem Champions-League-Titel schießen. Ob die Mission ohne echte Neun klappt, kann zumindest bezweifelt werden. CR7 hätte das letzte Puzzlestück - bei all den gegebenen Risiken - darstellen können und den Verein in der internationalen Wahrnehmung noch mal gepusht. Ein wenig schade ist es schon.


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