Offizielles Statement: Voss-Tecklenburg spricht über ihre Zukunft als Bundestrainerin

  • Zukunft von Martina Voss-Tecklenburg ungewiss
  • Bundestrainerin wochenlang krankgeschrieben
  • Ausführliches Statement veröffentlicht
Martina Voss-Tecklenburg
Martina Voss-Tecklenburg / Visionhaus/GettyImages
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Martina Voss-Tecklenburg hat sich erstmals nach ihrer Krankschreibung zu ihrer Zukunft als Bundestrainerin geäußert.

Die 55-Jährige veröffentlichte am Dienstag ein ausführliches Statement auf ihrem Instagram-Account. Zuvor war Kritik daran laut geworden, dass Voss-Tecklenburg in den vergangenen Tagen zwei Vorträge beim "Bayerischen Zahnärztetag" und beim "Bundesverband Deutscher Fertigbau" gehalten hatte, obwohl sie aktuell nicht als Bundestrainerin zur Verfügung steht. Auch Nationalspielerin Lena Oberdorf hatte aus ihrer Verwunderung keinen Hehl gemacht. Voss-Tecklenburg erklärte auf Nachfrage des SID, dass sie sich "seit 14 Tagen in meinem vom DFB genehmigten Erholungsurlaub" befinde. Zuvor war die Bundestrainerin seit September krankgeschrieben gewesen.

In ihrer Erklärung auf Instagram geht Voss-Tecklenburg noch einmal auf die Irritationen ein und betont, dass der Erholungsurlaub mit dem Verband abgesprochen sei. "Innerhalb dieses Erholungsurlaubs habe ich auch einige private Termine wahrgenommen, worüber der DFB informiert ist", so die gebürtige Duisburgerin.

Zeitnahe Gespräche mit dem DFB

"Wir haben bereits direkt nach der Fifa-Frauen-WM mit dem für uns negativen Ergebnis sehr selbstkritische Analysen der WM mit der Sportlichen Leitung durchgeführt", fährt Voss-Tecklenburg fort. "Dabei sind wir zu der festen Überzeugung gekommen, dass wir gemeinschaftlich einen Weg finden, wieder erfolgreich zusammen zu arbeiten [...]."

Nach ihrer Erkrankung befinde sie sich auf dem Weg der Besserung und erwarte in Kürze "weitere erfolgsorientierte Gespräche" mit dem DFB. Konkret heißt es in Voss-Tecklenburgs Statement: "Wir haben dem DFB signalisiert, dass wir zu einer weiteren Analyse und Aufarbeitung der WM und vertrauensvollen Gesprächen über die weitere Art und Weise der Zusammenarbeit im Team bereit sind. Diesbezüglich sind wir in einem vertrauensvollen Austausch mit dem DFB und erwarten kurzfristig einen Termin, nach dem auch der Geschäftsführer Andreas Rettig aus den USA zurückgekehrt ist."

Damit ist klar, dass Voss-Tecklenburg, die Verständnis für die Installation von Horst Hrubesch als "qualifizierte Zwischenlösung" äußert, einen Verbleib als Bundestrainerin anstrebt. Fraglich ist jedoch, ob auch der DFB mit der ehemaligen Nationalspielerin weitermachen will. Nach dem Vorrundenaus bei der WM fehlen Voss-Tecklenburg nicht nur die sportlichen Argumente. In den vergangenen Wochen wurde mehrfach deutlich, dass sich auch die Mannschaft eine Veränderung an der Seitenlinie wünscht.


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