Obszöner Martinez-Jubel: FIFA leitet Verfahren gegen Argentinien ein

Daniel Holfelder
Emiliano Martinez benahm sich nach dem WM-Finale daneben
Emiliano Martinez benahm sich nach dem WM-Finale daneben / Marc Atkins/GettyImages
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Knapp einen Monat nach dem WM-Finale hat die FIFA ein Disziplinarverfahren gegen Weltmeister Argentinien eingeleitet. Grund dafür sind die obszöne Jubelgeste von Torhüter Emiliano Martinez bei der Medaillenverleihung sowie Schmähgesänge gegen Frankreichs Kylian Mbappé.


Martinez hatte sich kurz nach der Medaillenvergabe dazu verleiten lassen, seinen Pokal als bester Torhüter des Turniers vor sein Geschlechtsteil zu halten und in Richtung des Publikums zu pöbeln. Ähnlich respektlos hatten sich mehrere argentinische Spieler gegenüber Kylian Mbappé verhalten und den französischen Superstar immer wieder mit höhnischen Gesängen bedacht.

Unter anderem hatten die Argentinier in der Kabine die Parole "Eine Schweigeminute ... für Mbappé" zum Besten gegeben. Als Vorsänger war auch hier Keeper Martinez aufgefallen, wie der kicker berichtet.

Offiziell wirft die FIFA der Albiceleste "beleidigendes Verhalten und Verstöße gegen die Grundsätze des Fair Plays" sowie "Fehlverhalten von Spielern und Offiziellen" vor. Dass es der Weltverband ernst meint, hatte bereits Serbien nach dem 2:3 in der Gruppenphase gegen die Schweiz zu spüren bekommen.

Die Südosteuropäer mussten rund 50.000 Euro Strafe zahlen, weil ihre Anhänger diskriminierende Lieder gesungen hatten. Außerdem wurde Serbien für das nächste Länderspiel mit einem Teilausschluss der Fans bedacht.


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