Neue Klub-WM der FIFA: LaLiga übt offene Kritik & droht mit Klage

Oscar Nolte
FIFAPräsident Gianni Infantino
FIFAPräsident Gianni Infantino / Quality Sport Images/GettyImages
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Am Freitag kündigte FIFA-Präsident Gianni Infantino eine Reform der Klub-WM an, die eine Aufstockung auf 32 Teams beinhaltet. Die spanische LaLiga wurde davon offenbar kalt erwischt - und droht nun mit Klage.


Infantinos neue Klub-WM beginnt 2025, erstmals mit 32 statt wie bisher mit sechs Mannschaften. Zu welchem Zeitpunkt der Saison das Turnier gespielt werden soll, steht wohl noch nicht fest.

Die ohnehin schon eklatante Belastung für Profifußballer steigt somit noch weiter. Und damit nicht genug: Infantino plant noch ein weiteres Turnier! "Der Plan ist, das Länderspielfenster im März zu nutzen, um in den geraden Jahren Freundschaftsturniere zwischen jeweils vier Teams von verschiedenen Kontinenten auszutragen. Events, die den Namen ‚FIFA World Series‘ tragen würden", erklärte der FIFA-Präsident.

Keine Kenntnis über neue Reform: LaLiga will gegen die FIFA klagen

Scharfe Kritik erntete Infantino nun aus Spanien. In einem Statement kündigte der Verband sogar rechtliche Schritte an.

"Die FIFA denkt nur an eine kleine Gruppe von Vereinen und Spielern, während es im Profifußball viele Profiligen, Tausende von Vereinen und Spielern gibt, die nicht an diesen internationalen Wettbewerben teilnehmen", heißt es in der Stellungnahme der Liga vom Samstag.

Pikant: in dem Statement heißt es weiter, dass die spanische Profiliga von Infantinos Reform nicht in Kenntnis gesetzt wurde!

"Angesichts dieser Entscheidungen, die ohne Absprache mit den direkt davon betroffenen Parteien gefällt wurden, (...) gibt LaLiga hiermit bekannt, dass sie rechtliche Schritte prüfen wird, um die Klub-Weltmeisterschaft im angekündigten Format zu verhindern."


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