Bayern München

Nagelsmann warnt vor Stillstand und Alltagstrott: "Möchte, dass es erfolgreich weitergeht"

Dominik Hager
Julian Nagelsmann ist gar nicht glücklich über den Bayern-Auftritt gegen Mainz
Julian Nagelsmann ist gar nicht glücklich über den Bayern-Auftritt gegen Mainz / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Die 1:3-Niederlage gegen den FSV Mainz 05 kann man gut und gerne zu den schwächsten Bayern-Auftritten in der Bundesliga seit zehn Jahren zählen. Der feststehende Meister ließ es aufreizend locker angehen und hätte sich mit etwas weniger Aluminium-Glück eine ganz böse Packung gefangen. Die Leistung war eines Meisters definitiv unwürdig. Julian Nagelsmann ärgerte sich nach der Partie enorm über das kollektive Versagen.


Eine Woche nach dem 3:1 gegen den BVB präsentierten sich die Münchner komplett im Meisterschafts-Kater. Die Leistung gegen die 05er war derart schwach, dass auch Julian Nagelsmann im Nachgang harte Töne anschlagen musste.

"Ich finde, dass wir immer eine gewisse Grundleidenschaft im Spiel brauchen. Die hatten wir heute nicht", ärgerte sich der Bayern-Coach. Zwar sei dies "ein Stück weit menschlich, wenn man Meister wird, jedoch trage man noch immer das Logo auf der Brust".

Nagelsmann wütet über Defensiv-Leistung: "Das funktioniert so nicht"

Vor allem die defensive Arbeitsverweigerung störte den 34-Jährigen enorm. "Wir können nicht von der ersten Minute an neun hundertprozentige gegen uns bekommen. Das funktioniert so nicht", schimpfte er. Nagelsmann sieht den FC Bayern an einem Punkt, an dem man "etwas verändern", müsse, da es so wirkt, als würde man "nur noch seinen Dienst abhalten müssen".

Nagelsmann scheint sich davor zu fürchten, dass der FC Bayern nach zehn Meisterschaften in Serie in einen Alltagstrott gerät. "Wenn Unternehmen über Jahrzehnte hinweg immer erfolgreich sind, dann ist irgendwann immer Zeit, ein bisschen was zu verändern", erklärte Nagelsmann und zog einen Vergleich zu erfolgreichen DAX-Unternehmen.

Nagelsmann will den "Punkt" nicht verpassen: Besteht Konfliktpotenzial mit den Bossen?

Nun gehe es darum, "den Punkt dann nicht zu verpassen". Klingt ganz so, als würde sich der Coach personell noch mehr Änderungen wünschen als lediglich die Transfers von Mazraoui und Gravenberch.

"Es geht um das große Ganze. Ich bin kein Mahner, ich möchte nur, dass es erfolgreich weitergeht", erklärte er.

Ein Interessenkonflikt zwischen den Bayern-Bossen und Nagelsmann besteht dadurch zwar erstmal nicht, jedoch wirkt es schon so, als hätten beide Parteien unterschiedliche Vorstellungen dabei, welchen Weg der Klub im Sommer-Transferfenster einschlagen sollte. Es ist schließlich nicht das erste Mal, dass sich Julian Nagelsmann in diese Richtung äußert.


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