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Nach Fan-Reaktionen: Maximilian Knauer wird doch nicht neuer U17-Trainer in Nürnberg

Tal Lior
THOMAS LOHNES/Getty Images
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Einige Fans des 1. FC Nürnberg haben in den vergangenen Tagen ihren Unmut über die Anstellung von Maximilian Knauer als U17-Trainer geäußert. Es stellte sich heraus, dass der 32-Jährige Teil des Rassismus-Skandals beim FC Bayern war und deshalb dort zuvor seinen Jugendtrainer-Posten abgeben musste. Nun zieht Nürnberg aufgrund der Reaktionen der Fans Konsequenzen.


Am Sonntag teilte der Verein mit, dass man Maximilian Knauer nicht als neuen U17-Trainer installieren wird. Dies war das Resultat einer "vielschichtigen, emotionalen und lange Diskussion", so der Klub in seiner Mitteilung. Knauers Anstellung wurde nicht mal zwei Wochen davor verkündet.

Der Verein wusste, wie schon in den vergangenen Tagen kommuniziert, über einen fremdenfeindlichen Chat-Beitrag, den Knauer mit lachenden Smileys kommentiert haben soll. Knauer versicherte jedoch den Verantwortlichen, dass er dies bereut. "Auch mit diesem Wissen wollten wir einem jungen Menschen, der einen Fehler gemacht und eingestanden hat, eine Chance gewähren. Dies gehört ebenfalls zu unserem Wertekanon", so Nürnbergs Sportvorstand Dieter Hecking in der Vereinsmitteilung.

Nürnberg erklärte, dass durch die "berechtigte" Reaktion der Fans ein Werte-Konflikt entstand. Letztendlich sah man ein, dass Knauer in solch einer Situation nie fähig sein wird, seine Arbeit unbelastet auszuüben. "Wir bedauern sehr, dass eine Situation entstanden ist, in der Maximilian menschenverachtende Reaktionen in den Sozialen Medien hinnehmen muss", sagte der Klub zudem.

"Wir wissen, dass wir künftig noch achtsamer mit dem Thema beim Club umgehen und die Auswirkungen solcher Entscheidungen für alle Facetten des Vereins bedenken müssen. Die moralische Verpflichtung, die sich daraus für uns ableitet, ist künftig eine noch größere. Wir stellen uns dieser Herausforderung", erklärte Hecking abschließend.

Hier gibt es die komplette Stellungnahme im Wortlaut.

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