Nach der Rückkehr von Holstein Kiel gehörte Laszlo Benes zwischenzeitlich zum Stammpersonal bei Borussia Mönchengladbach, seit Mitte Dezember muss der 22-Jährige allerdings auf eine neue Chance warten. Vor dem Bundesligaspiel gegen Bayer Leverkusen machte Trainer Marco Rose seinem Schützling Mut.


Dass Benes ein hoch veranlagter Mittelfeldspieler ist, unterstrich der dreifache Nationalspieler der Slowakei bereits unter Ex-Trainer Dieter Hecking. Aufgrund mangelnder Spielpraxis verbrachte er die Rückrunde der abgelaufenen Saison bei Zweitligist Holstein Kiel, nach 16 überzeugenden Auftritten führte der Weg zurück an den Niederrhein.


Der Konkurrenzkampf im Mittelfeld der Borussia ist groß, doch Benes wusste zu überzeugen. Zehn Mal durfte er in der Bundesliga von Anfang an spielen, die gesamte Hinrunde über war er eigentlich nicht mehr aus der Startformation wegzudenken. Doch seit dem 16. Spieltag saß Benes von Woche zu Woche auf der Bank, wurde erst beim 3:1-Sieg über Eintracht Frankfurt am vergangenen Wochenende erstmals wieder eingewechselt - wenn auch nur für ein paar Sekunden.


Es ist eine konträre Situation, an der Benes zu knabbern hat, wie Rose weiß: "Laci hat nach der Winterpause gemerkt, dass die Konkurrenzsituation erheblich ist. Es ist für einen jungen Spieler natürlich nicht leicht, wenn man am Anfang der Hinrunde viel und gut spielt und dann verletzte Spieler zurückkehren und einem selbst eventuell auch ein bisschen das Vertrauen und die Form fehlen. Aber ich glaube, dass Laci im letzten halben Jahre viel gelernt hat", sagte der Fohlen-Trainer vor dem Spitzenspiel gegen Leverkusen (zitiert via Rheinische Post).


Rose stellt Benes Spielzeit in Aussicht


Er könne "nichts versprechen", sagte Rose, doch die Chancen darauf, dass Benes häufiger zum Einsatz kommen wird, stehen gut: "Er ist gut drauf und die Konkurrenzsituation auf seiner Position hat sich etwas entschärft", so der 43-Jährige, der seinen Schützling lobt: "Er hat gut an seinen Defiziten gearbeitet: an seiner Antizipationsfähigkeit, seiner Zweikampffähigkeit, seiner Zweikampfführung und seiner Grundaggressivität gegen den Ball. Er ist gut drauf und ich denke, dass er uns dieser Saison noch helfen wird."


Dass Benes mit sofortiger Wirkung einen Stammplatz erhält, gilt als unwahrscheinlich. Jedoch bietet sich dem 22-Jährigen die Gelegenheit, sich nachhaltig zu empfehlen. Allen voran wegen der Knieverletzung von Denis Zakaria ist der Konkurrenzkampf wieder offen - nun liegt es an Benes, zu zeigen, dass er auch unabhängig von Verletzungen der Mitspieler regelmäßige Spielpraxis verdient hat.