Bayern München

Moddrohungen gegen Brazzo: Die Grenze weit überschritten!

Yannik Möller
Hasan Salihamidzic
Hasan Salihamidzic / Stuart Franklin/GettyImages
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Das Champions-League-Aus des FC Bayern hat auch private Folgen für Hasan Salihamidzic: Der Sportvorstand und seine Familie sind Opfer zahlreicher Mord- und Gewaltdrohungen im Netz.


Niemand bei den Bayern kann sich damit zufriedengeben, bereits im Viertelfinale aus der Champions League geflogen zu sein. Gegen Villarreal, so verdient das Weiterkommen der Spanier mit einem Sieg und einem Remis auch war, sollte der deutsche Rekordmeister nicht scheitern.

Entsprechend ernüchtert und frustriert sind sowohl die Vereinsverantwortlichen, als auch die Fans. Was grundsätzlich völlig normal im Fußballgeschäft ist, überschreitet insbesondere in Social-Media-Zeiten allerdings auch Grenzen.

Nach Königsklassen-Aus: Salihamidzic-Familie bekommt Mord- und Gewaltdrohungen

Das muss Hasan Salihamidzic mit seiner Familie dieser Tage am eigenen Leib erfahren - erneut. Der Sportvorstand und seine Arbeit wird von einigen FCB-Anhängern kritisch gesehen. Sie sind der Meinung, die Mannschaft sei nicht gut und breit genug aufgestellt und die schlechte Arbeit des Bosniers damit ein Grund für das Ausscheiden.

Einige Idioten melden sich daher via Instagram auf dem Account von Salihamidzic, aber auch in den Privatnachrichten seines Sohnes und seiner Ehefrau. Die Inhalte sind erschreckend und keineswegs zu tolerieren.

In den Chatverläufen, die Sohnemann Nick und dessen Mutter zuletzt öffentlich gezeigt hatten, finden sich nicht nur übelste Beleidigungen wieder, sondern auch Gewalt- und Morddrohungen.

"Wenn Brazzo den FC Bayern nicht verlässt, werden wir bei dir und deinem Sohn ein Messer einsetzen. Bis bald", unterstrichen mit einem Zwinkersmiley und dem Bild eines Kampfmessers, ging etwa an Salihamidzics Frau. Er habe "alles zerstört", bekommen die Familienmitglieder zu lesen. "Sag dem H****sohn, er kommt nicht aus unserem Klub raus", schrieb ein anderer (via Bild).

Schweigen möchte die Familie darüber nicht. Seine Ehefrau fragt stattdessen: "Mit welchem Recht nehmen sich manche Menschen heraus, unsere Familie so anzufeinden? Ihr sagt, ihr seid Fans? Mir tut ihr einfach nur leid!"

Es ist auch nicht das erste Mal, dass das Umfeld des 45-Jährigen derartige Nachrichten zu lesen bekommt. Schlimm wurde es bereits, als Hansi Flick die Münchener verließ. Angeblich und unter anderem auch aufgrund diverser Meinungsverschiedenheiten mit dem Vorstandsmitglied. Für sogenannte 'Fans' ein Anlass, ihrem Hass freien Lauf zu lassen.

Darüber muss nicht diskutiert werden: So wichtig eine ehrliche und auch kritische Debatte über das Wirken der verschiedenen Verantwortlichen ist, so falsch und nicht zu akzeptieren sind Gewalt- und Morddrohungen.


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