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VfB Stuttgart

Mit diesen Spielern hat kaum einer gerechnet: Die Top-Elf der positiven Überraschungen der Saison

Dominik Hager
Saša Kalajdžić und Borna Sosa waren das Überraschungs-Duo der Liga.
Saša Kalajdžić und Borna Sosa waren das Überraschungs-Duo der Liga. / Alex Grimm/Getty Images
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Die Bundesliga-Saison 2020/21 ist Geschichte. Die Zeit ist also gekommen, um noch einmal Bilanz zu ziehen. In der vergangenen Saison haben wir eine Vielzahl an neuen Talente und positiven Überraschungen gesehen. Hier ist die Top-11 der Aufsteiger der Saison.


1. Stefan Ortega

Stefan Ortega Moreno
Stefan Ortega / Matthias Hangst/Getty Images

Stefan Ortega gehörte in der abgelaufenen Saison neben Neuer, Casteels und Gulácsi zu den stärksten Torhütern der Liga. Dies ist gewissermaßen schon überraschend, zumal Ortega eigentlich seine gesamte Karriere über nur ein solider Zweitliga-Keeper war.

Der 28-Jährige entwickelte sich jedoch in allen Bereichen weiter und spielte eine grandiose Runde. Ganze elfmal hielt er den Kasten der Arminia sauber und vereitelte ligaweit prozentual die meisten Großchancen (49,2 Prozent). Dazu kommt, dass er auch fußballerisch extrem stark ist und daher sogar ein Kandidat beim FC Bayern sein soll.

Seine Leistungen wurden auch von Joachim Löw honoriert, der Ortega als vierten Torhüter auf Abruf bereit hält.

2. Ridle Baku

Ridle Baku
Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Ridle Baku hat nach seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht. Der 23-Jährige überzeugte sowohl in der Hinrunde als Rechtsverteidiger als auch im weiteren Saisonverlauf als Rechtsaußen.

Der U21-Nationalspieler präsentierte sich spielfreudig, verlässlich und effektiv. Mit 14 Scorer-Punkten hat er durchaus seinen Anteil an der überraschenden Champions-League-Qualifikation der Wölfe.

Die Krönung einer starken Saison wäre eigentlich eine EM-Teilnahme gewesen. Vielleicht gelingt es ihm jedoch zumindest, mit der U21-Auswahl für eine Überraschung zu sorgen.

3. Maxence Lacroix

Maxence Lacroix
ODD ANDERSEN/Getty Images

In einer solchen Elf darf natürlich auch Maxence Lacroix nicht fehlen. Der 21-Jährige kam ohne wirkliche Erfahrung auf Top-Niveau vom FC Sochaux aus der französischen Ligue 2.

Dem jungen Franzosen war das jedoch keineswegs anzusehen. Von Beginn an überzeugte er mit einer extremen Abgeklärtheit. Mit seinem guten Zweikampfverhalten und seiner Schnelligkeit konnte Oliver Glasner den Junioren-Nationalspieler gegen jeden Stürmer antreten lassen. Damit hätte vor der Saison wohl niemand gerechnet.

4. Marvin Friedrich

Marvin Friedrich
Maja Hitij/Getty Images

Marvin Friedrich stach in seiner Karriere eigentlich nie sonderlich heraus. In diesem Jahr spielte der Innenverteidiger aber eine sehr gute Runde und hat einen großen Anteil am siebten Tabellenplatz von Union Berlin.

Der 25-Jährige agierte unaufgeregt und abgeklärt und stabilisierte das Spiel mit guten Szenen im Spielaufbau und konsequentem Zweikampfverhalten in der Defensive. Beachtenswert sind zudem seine fünf Saisontore.

Mit seinen Leistungen hat sich Marvin Friedrich sogar in den Dunstkreis der Nationalmannschaft gespielt. Zwar reichte es verständlicherweise nicht ganz für den EM-Kader, jedoch schmälert das seine starken Leistungen keineswegs.

5. Borna Sosa

Borna Sosa
Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Borna Sosa hat einige Zeit gebraucht, bis er beim VfB zur Verstärkung wurde. Nachdem er bereits im vergangenen Jahr in Liga 2 endlich Fuß fassen konnte, zeigte er seine Fähigkeiten nun in der Bundesliga.

Sosa ist gemeinsam mit Kostic und Angeliño vermutlich der beste Flankengeber der Liga. In der abgelaufenen Spielzeit glückten dem 23-Jährigen neun Torvorlagen. Meistens bediente er dabei Sturm-Riese Saša Kalajdžić. Doch auch in der Defensive hat Sosa Fortschritte gemacht, wenngleich ihm die etwas offensivere Außenverteidiger-Rolle sicherlich entgegenkommt.

Ein wenig unglücklich Verlief das Ende der Saison, zumal sein angestrebter Verbandswechsel zum DFB scheiterte.

6. Jude Bellingham

Jude Bellingham
Matthias Hangst/Getty Images

Borussia Dortmund hat einfach ein Auge für grandiose Talente. Dass Bellingham unglaubliche Anlagen besitzt, war bereits vor seinem Wechsel aus Birmingham in die Bundesliga klar.

Allerdings war nicht abzusehen, dass sich der junge Engländer derart schnell in der ersten Elf festspielen wird. Vor allem seine Champions-League-Auftritte gegen Manchester City brachten dem 17-Jährigen ordentlich Anerkennung ein.

Bellingham ist sowohl als Balleroberer als auch als technisch und athletisch starker Spieler schon jetzt ein Komplett-Paket im Zentrum. In 29 Bundesliga-Einsetzen zeigte er kaum Schwächen und war wohl der konstanteste Dortmunder Mittelfeldakteur in dieser Saison.

7. Wataru Endo

Wataru Endo
Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass Wataru Endo für den VfB Stuttgart ein echter Transfer-Coup war. Der Japaner präsentiert sich unglaublich spielintelligent und verlässlich.

Der 28-Jährige schaffte erst im Jahr 2018 den Sprung nach Europa. Nach einem kurzen Aufenthalt in Belgien sicherte sich der VfB den zentralen Mittelfeldspieler vor zwei Jahren.

Im Stuttgarter Spiel ist er als Antreiber und Arbeiter ein echter Fixpunkt und versteht es, perfekt Ball und Gegner mit einem sicheren Kurzpassspiel laufen zu lassen.

8. Silas Wamangituka

Silas Wamangituka
Martin Rose/Getty Images

Im rechten Mittelfeld führt kein Weg an Silas Wamangituka vorbei. Der schnelle Flügelspieler glänzt mit seiner Schnelligkeit und seinem extremen Durchsetzungsvermögen.

Im Vergleich zu den letzten Jahren machte er zudem in puncto Effektivität deutliche Fortschritte. Mit elf Toren und fünf Vorlagen war Silas lange Zeit die erfolgreichste Offensivkraft der Schwaben, ehe ihn eine Kreuzbandverletzung ausbremste.

Bleibt nur zu hoffen, dass der junge Offensivspieler seine Fitness und seine Geschwindigkeit bald wieder findet. Nach dieser Saison bleibt er uns definitiv als Attraktion der Liga in Erinnerung.

9. Jamal Musiala

Jamal Musiala
FC Bayern Muenchen v FC Augsburg - Bundesliga / Alexander Hassenstein/Getty Images

Mit Jamal Musiala hätte in dieser Saison wohl noch niemand gerechnet. Der 18-Jährige stellte sich jedoch als echtes Juwel heraus und bekam bei den Bayern viel mehr Spielzeit als erwartet. Zuletzt wurde er mit einem langjährigen Profi-Vertrag belohnt.

Musiala traf sechsmal in der Liga und einmal in der Champions League. Noch mehr begeisterte er jedoch mit seiner engen Ballführung und seinen grandiosen Dribblings.

Aufgrund dieser speziellen Fähigkeiten gelang ihm sogar der Sprung in den EM-Kader. Der offensive Mittelfeldspieler wird den Bayern und der Nationalelf noch viel Freude bereiten können.

10. Ritsu Doan

Ritsu Doan
Thomas Niedermueller/Getty Images

Ritsu Doan dürfte vor der Saison nur den Eredivisie-Insidern ein Begriff gewesen sein. Der Linksaußen kam im Sommer aus Eindhoven nach Bielefeld und überraschte mit seiner starken Technik und seiner Unbeschwertheit.

Selbst wenn bei der Arminia offensiv mal wieder wenig zu sehen war, gelang es dem Japaner immer wieder einzelne Highlights zu setzen. Mit fünf Toren und drei Vorlagen war er zwar nicht überaus effektiv, jedoch sind das trotz allem Zahlen, die für den Klassenerhalt mitentscheidend waren.

Bitter für die Arminia ist jedoch, dass Doan wohl nicht zu halten ist, da seine Kaufklausel bei fünf Millionen Euro liegt.

11. Saša Kalajdžić

Sasa Kalajdzic
Boris Streubel/Getty Images

Mit Saša Kalajdžić schafft es noch ein vierter VfB-Spieler in die Top-Elf. Der Zwei-Meter-Mann aus Österreich entpuppte sich bei den Schwaben als echter Goalgetter.

Im Vorjahr war der Mittelstürmer noch die tragische Figur, zumal er nach einer schweren Kreuzbandverletzung lange ausfiel. Allerdings zeigte er sich in dieser Saison gut erholt und so torgefährlich wie noch nie. Ganze 16 Treffer erzielte Kalajdžić in der abgelaufenen Saison. Damit hatte er einen enormen Anteil daran, dass die Schwaben nie in Abstiegsgefahr waren.

Neben seiner Größe und Torgefahr überraschte er zudem mit einer durchaus ordentlichen Grundtechnik. Schon bald dürfte der Torjäger für größere Aufgaben in Frage kommen. Vielleicht sogar als Haaland-Nachfolger bei Borussia Dortmund.

Die Top-Elf der positiven Überraschungen im Überblick


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