VfL Wolfsburg

Maxence Lacroix: Schmadtkes nächster Volltreffer beim VfL Wolfsburg

Philipp Geiger
Erzielte gegen Hertha BSC sein erstes Bundesliga-Tor: Maxence Lacroix
Erzielte gegen Hertha BSC sein erstes Bundesliga-Tor: Maxence Lacroix / Stuart Franklin/Getty Images
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Der VfL Wolfsburg feierte am Samstagnachmittag den achten Pflichtspielsieg in Folge und befindet sich weiterhin auf Champions-League-Kurs. Gegen Hertha BSC wussten die Niedersachsen zwar nicht wirklich zu überzeugen, zeigten sich allerdings äußerst effektiv und setzten sich am Ende mit 2:0 durch. Für die Entscheidung sorgte kurz vor Schluss Maxence Lacroix, mit dessen Verpflichtung Sportchef Jörg Schmadtke wieder einmal einen wahren Volltreffer gelandet hat.

"Er bringt alles mit, was es braucht, um sich in der Bundesliga durchzusetzen", kommentierte Sportdirektor Marcel Schäfer den Lacroix-Transfer im vergangenen August. Mit dem Innenverteidiger habe man den nächsten "talentierten, jungen und hungrigen Spieler" von einem Wechsel in die Autostadt überzeugen können. Fünf Millionen Euro machte der VfL für das Eigengewächs des französischen Zweitligisten FC Sochaux-Montbeliard locker. Rund ein halbes Jahr später lässt sich bereits festhalten, dass die Wölfe mit dieser Verpflichtung ein wahres Schnäppchen gemacht haben.

Nachdem Lacroix hinter John Anthony Brooks, Marin Pongracic und "Aushilfsverteidiger" Josuha Guilavogui als Innenverteidiger Nummer vier in die Saison gestartet war, ist er mittlerweile nicht mehr aus dem Abwehrzentrum wegzudenken. Dass der 20-Jährige, bei allem Talent und Potenzial, so schnell in der Bundesliga Fuß fasst und kaum Anlaufschwierigkeiten hat, hätten sich wohl auch Schmadtke & Co. nicht träumen lassen. Die äußerst positive Entwicklung, die auch etwas durch die Ausfälle der Konkurrenten begünstigt wurde, ließ in den letzten Monaten auch den Marktwert des Defensivspielers rasant von einer Million auf 17 Millionen Euro ansteigen.

Lacroix hat sich in dieser Spielzeit (26 Einsätze) bislang als verlässliche Stammkraft erwiesen und einen nicht unerheblichen Anteil daran, dass die Wölfe in den letzten sieben Ligaspielen ohne Gegentreffer geblieben sind. Gegen Hertha BSC stellte der Youngster auch seine Torgefährlichkeit bei Standardsituationen unter Beweis. In der Schlussphase war der 20-Jährige nach einem Eckball per Kopf zur Stelle und traf wuchtig zum 2:0-Endstand. Für Lacroix, der bereits in der Europa-League-Qualifikation getroffen hatte, war es zugleich der erste Bundesliga-Treffer.

Maxence Lacroix: Frankreichs A-Nationalmannschaft als Ziel

Sollte der Franzose sein Leistungsniveau bis zum Saisonende halten können, dürfte im Sommer der eine oder andere Top-Klub beim U20-Nationalspieler anklopfen. Da der Rechtsfuß vertraglich noch bis 2024 gebunden ist, haben die Niedersachsen jedoch alle Trümpfe in der Hand. Sollte sich Wolfsburg zudem für die Champions League qualifizieren, werden sich die Wechselgedanken von Lacroix wohl in Grenzen halten, zumal sich der Verteidiger beim VfL sehr wohlfühlt. "Oliver Glasner vertraut mir und ich habe viel Spaß mit ihm", erklärte der Sommerneuzugang (via FT), der sich in Wolfsburg auch für die A-Nationalmannschaft empfehlen will.

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