VfL Wolfsburg

Kruse plaudert über Wolfsburg-Wechsel - Geldgeier-Vorwürfe sind ihm "Latte"

Dominik Hager
Max Kruse ist zurück im Wölfe-Trikot
Max Kruse ist zurück im Wölfe-Trikot / Markus Gilliar/GettyImages
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Zunächst klingt es überhaupt nicht plausibel, warum ein Stammspieler und Leistungsträger wie Max Kruse vom Tabellen-Vierten zu einem Abstiegskandidaten wechselt. Geschehen ist der Transfer letztlich dennoch. Nun hat sich der Angreifer via Twitch genauer über die Hintergründe seines Wechsel zu den Wölfen geäußert.


Es ist schon ein wenig verhext. Schon wechselt Max Kruse den Verein, verliert plötzlich Union Berlin gegen Augsburg, wohingegen die Wölfe nach langer Zeit mal wieder gewinnen können. Der Kruse-Effekt scheint sich demnach auf beiden Seiten schon bemerkbar zu machen. Der 33-Jährige erklärte unmittelbar nach seinem Wechsel bereits, dass er das Gefühl gehabt habe, mit den Wölfen noch nicht abgeschlossen zu haben.

Kruse hat Union bereits Anfang Januar in Kenntnis gesetzt

Der polarisierende Torjäger erklärte via Twitch nun, seinen Klub "bereits Anfang Januar davon in Kenntnis gesetzt" zu haben, dass in der Winterpause "noch etwas kommen könnte". Letztlich tat es Kruse dann aber doch Leid, dass es dann "auf den letzten Drücker" geschah.

Eigentlich hätte man bis zur Verkündung des plötzlichen Wechsels gedacht, dass Kruse bei Union vollauf glücklich sein muss. Immerhin spielte er mit den Eisernen um die internationalen Plätze, war ein Liebling der Fans und lebte in der größten Stadt Deutschlands.

Letztlich hat er sich jedoch wegen drei Gründen für einen Wechsel entschieden. Zum einen führte er aus, dass er nach dem Sommer und seinem Vertragsende ohnehin nicht geblieben wäre. "Jeder wusste eigentlich schon Bescheid, dass ich keinen neuen Vertrag unterschreiben werde", führte er aus. Die Wahl auf Wolfsburg hatte letztlich "finanzielle Gründe" und lag "am Kapitel, dass ich noch offen habe".

Kruse über Wolfsburg-Intermezzo: "Nicht meine beste Zeit"

Doch was meint Kruse eigentlich mit dem noch offenen Kapitel? Der Spieler gibt zu, "auf und neben dem Platz nicht die beste Zeit" gehabt zu haben. "In jedem Verein lief es eigentlich positiv für mich", stellte er den Gegensatz zu seiner Wolfsburger Zeit auf. Damit liegt der Profi gar nicht mal so falsch. Für Union Berlin hat er beispielsweise in 45 Spielen 19 Treffer erzielt, wohingegen es in Wolfsburg in 45 Matches nur neun Buden waren.

Die Schuld hierfür sucht er bei sich selbst, nimmt aber auch die damaligen Wölfe-Verantwortlichen ins Visier. "Es lief aufgrund vieler Dinge nicht gut. Bestimmt auch mein Verschulden, bestimmt auch das Verschulden der damaligen Befehlshaber in Wolfsburg", wird er vom kicker zitiert.

Damals hatten Trainer Dieter Hecking und Geschäftsführer Klaus Allofs das Sagen. Die beiden sollen mit dem Lebenswandel des sicherlich etwas speziellen, aber authentischen Kruse nicht einverstanden gewesen sein.

Kruse ist nun in Wolfsburg, um alles, was er einst angefangen habe, "gut zu beenden".

Kruse pfeift auf Söldner-Abstempelungen

Dass ihm viele Leute natürlich Geldgier unterstellen und als Söldner abstempeln, sei ihm "Latte". Zudem ist er auch überzeugt davon, dass wahrscheinlich "jeder dasselbe machen würde". Kruse macht auch kein Geheimnis draus, dass für ihn "Geld eine Rolle" spielt und er versuche, das "Bestmögliche" herauszuholen. Wer seine Karriere nach der Karriere womöglich in Las Vegas plant, kann sich wohl ohnehin gar nicht genug an Puffer aufbauen.


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