Bundesliga

Matthäus sieht Bayern-Dominanz bröckeln: "Man hat nicht so vorausschauend gearbeitet"

Dominik Hager
Lothar Matthäus prophezeit dem FC Bayern Schwierigkeiten
Lothar Matthäus prophezeit dem FC Bayern Schwierigkeiten / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Der FC Bayern hat am vergangenen Wochenende seinen zehnten Meistertitel in Serie fix gemacht und wenig deutet darauf hin, dass dieser Titel-Lauf in absehbarer Zeit endet. Lothar Matthäus sieht den Stern des Südens jedoch derzeit ein wenig sinken und macht der Konkurrenz Hoffnung.


Lothar Matthäus tritt in dieser Saison regelmäßig als Kritiker der Bayern und insbesondere des Vorstands auf. Der Rekordnationalspieler ist nicht zufrieden mit der Arbeit, die beim FC Bayern gemacht wird und glaubt daran, dass die Münchner Probleme bekommen könnten.

Matthäus kritisiert die Bayern: "Man hat in den Planungen Fehler gemacht"

"Ich glaube, dass die Dominanz nachlassen wird, da man in den Planungen Fehler gemacht hat und nicht so vorausschauend gearbeitet hat wie in den Jahren zuvor", erklärte Matthäus gegenüber der Sportbild.

Dies habe den Kader "schwächer gemacht und Geld gekostet". Der frühere Mittelfeld-Star fügte an, dass man nun "Spieler loswerden möchte, die ich gar nicht gekauft hätte". Dabei bezieht er sich vermutlich auf Transfers der Marke Sarr, Roca und Omar Richards, die dem Verein bislang nicht weitergeholfen haben.

"In der Summe tun diese Fehleinkäufe mit den Gehaltskosten in der derzeitigen Lage weh und sorgen dafür, dass der Spielraum geringer ist", haderte die deutsche Fußball-Legende.

Matthäus erinnert zudem daran, dass die Münchner ja mit Chris Richards und Angelo Stiller Alternativen gehabt hätten, die sich "mit dem FC Bayern identifizieren und kein Geld gekostet hätten".

Matthäus beklagt Unruhe und Verzögerungstaktik-Taktik der Bayern

Matthäus ist der Ansicht, dass die meisten Probleme der Münchner hausgemacht seien, "zu viel Unruhe im Verein" herrsche und es "zu viele Diskussionen in der Öffentlichkeit" gäbe. Zudem sei auch die Kader-Planung nicht weit genug vorangeschritten, um rasch Ruhe einkehren zu lassen.

"Viel zu oft ist der Verein bei Gesprächen zu spät dran, siehe Robert Lewandowski", monierte Matthäus. Zwar ist er sich im Klaren, dass die Münchner auch noch Spieler dazu holen können, jedoch stellt er sich die Frage, ob diese "auf und neben dem Platz die nötige Bayern-Qualität und DNA" besitzen.

Matthäus erwartet stärkeren BVB

Matthäus sieht die Konkurrenz näher heranrücken und lobt RB Leipzig und Borussia Dortmund für ihre Arbeit.

"Ich sehe, dass Dortmund an Bausteinen arbeitet, die in den vergangenen Jahren Punkte gekostet haben, vor allem in der Defensive", erklärte er und spielt dabei vermutlich insbesondere auf den Süle-Transfer und die vermutliche Einigung mit Nico Schlotterbeck an. "Dortmund wird stärker sein", legte er sich fest.

Zudem halte er den Kader von RB Leipzig "in der Breite nach wie vor für den besten der Liga". Dort müsse nur "sichergestellt werden, dass die Leistungsträger bleiben". Insbesondere Nkunku brauchen die Leipziger mit ziemlicher Sicherheit, sollte es in der kommenden Saison mit einem Bayern-Angriff klappen.


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