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Mathys Tel im Profil: Einschätzungen zum neuen Bayern-Youngster aus Frankreich

Dominik Hager
Mathys Tel soll die Bayern-Offensive aufmischen
Mathys Tel soll die Bayern-Offensive aufmischen / JACK GUEZ/GettyImages
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Es hätte wohl kaum einer damit gerechnet, dass ausgerechnet ein Tenager im Alter von 17 Jahren und fast ohne Profi-Erfahrung als Nachfolger von Robert Lewandowski präsentiert wird. Viel weiß man über den neuen Bayern-Stürmer Matys Tell (noch) nicht. Mit Hilfe unserer französischen 90min-Kollegen stellen wir euch das neue FCB-Juwel genauer vor.


Mit lediglich zehn Profi-Einsätzen ohne Treffer ist Mathys Tel noch ein unbeschriebenes Blatt. In Frankreich hat man den Offensivspieler, der von seinem Ex-Coach als vielversprechender junger Spieler mit viel Potenzial beschrieben wird, aber schon länger auf dem Zettel.

Dies liegt unter anderem an seinen starken Leistungen bei der U17-EM, die Frankreich mit Tel als Kapitän gewinnen konnte. Im Turnierverlauf schoss der Offensivspieler drei Tore und gab eine Vorlage. Der Youngster konnte sein Können im Anschluss auch mit fünf Toren in sechs U18-Spielen für Les Bleues und in seinen Profi-Kurzeinsätzen für Stade Rennes zeigen. Für den Ligue-1-Klub wurde er zum jüngsten Ligue-1-Debütanten der Geschichte (mit 16 Jahren, drei Monaten und 19 Tagen) und überflügelte damit einen gewissen Eduardo Camavinga.

Tel überzeugt mit Vielseitigkeit und Technik: Bundesliga der richtige Ort?

Der Spieler besticht mit seiner Vielseitigkeit (Tel kann offensiv alles spielen und agierte in der Jugend sogar als Innenverteidiger) und seiner guten Technik. Quentin Gesp, unser Kollege von 90min Frankreich, ist überzeugt davon, dass Deutschland der richtige Ort für einen solch jungen und talentierten Spieler sei, der regelmäßig spielen möchte.

Dies liegt mitunter daran, dass den Stürmern in der Bundesliga mehr Platz gegeben wird als in der Ligue 1. Sieht man sich das Pofil des Spielers an, so habe man in München offenbar nach einer Alternative für Hugo Ekitike gesucht, der sich Paris Saint-Germain angeschlossen hatte.

Nichtsdestotrotz ist man in Frankreich überrascht über den Transfer. Vor allem wegen der hohen Ablöse (bis zu 28,5 Mio. Euro) für einen Spieler, der kaum auf Profi-Ebene gespielt hat. In Rennes selbst seien die Leute hingegen weniger erstaunt, weil dieser sich dort als Top-Talent schon einen Namen machen konnte.

Noch kein Lewandowski-Ersatz: Tel soll wie Musiala nach und nach mehr Spielzeit sammeln

Quentin geht davon aus, dass Tel seine Qualitäten in München zeigen wird, jedoch zunächst nicht den Sprung in die Startelf schafft. Er könnte Mané immer mal wieder vertreten, ist aber nicht als sofortiger Lewandowski-Ersatz anzusehen. Zu erwarten sei ein ähnlicher Werdegang wie bei Jamal Musiala, der auch als Ersatzspieler immer wieder Spielzeiten bekam und sich nun immer mehr der Startelf nähert.

Das Potenzial, Lewandowski eines Tages ersetzen zu können, sei grundsätzlich da, aber noch nicht sofort. Als warnendes Beispiel sei Tanguy Nianzou genannt, der durch fehlende Spielzeit bislang nicht der Spieler geworden ist, der er ansonsten schon sein könnte. Tel als Mané-Vertreter aufzubauen und immer wieder Spielzeit zu geben, wird von unseren Kollegen jedoch als "weise Lösung" eingeschätzt.

Stellt sich nur die Frage, ob die Bayern ihr Top-Talent auch ausreichend fördern bzw. fördern können und am Ende nicht doch ein Choupo-Moting mehr Spielzeit sieht als Tel.


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