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Transfer

Steigt nun auch der FC Liverpool in das Rennen um Martin Ödegaard ein?

Guido Müller
Hatten sich nach dem Gastspiel der Reds im Emirates offenbar einiges zu erzählen: Jürgen Klopp und Martin Ödegaard
Hatten sich nach dem Gastspiel der Reds im Emirates offenbar einiges zu erzählen: Jürgen Klopp und Martin Ödegaard / Visionhaus/Getty Images
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Martin Ödegaard, aktuell beim FC Arsenal aktiv, erwachsen während seines leihweisen Gastspiels in der Premier League immer mehr Prätendenten. Auch der von Jürgen Klopp trainierte FC Liverpool hätte den 22-jährigen Mittelfeldspieler wohl gerne in seinen Reihen.


Und das schien Klopp beim jüngsten Liga-Vergleich zwischen beiden Traditionsklubs am vergangenen Samstag auch gar nicht verhehlen zu wollen. Trotz einer insgesamt bescheidenen Vorstellung Ödegaards (wie auch des Rests seines Teams) sah man nach Beendigung der Partie (die die Reds souverän mit 3:0 gewannen) Klopp und Ödegaard in einem längeren Austausch am Spielfeldrand verweilen.

Offenbar fand Klopp die richtigen Worte für den Norweger, denn ein ums andere Mal sah man Ödegaard herzlich lachen. Am Ende verabschiedeten sich beide mit einer zwar nicht corona-konformen Umarmung - doch mehr als das "missachtete" Hygieneschutzkonzept dürfte die Verantwortlichen der Gunners der Umstand an sich beunruhigen.

Denn die Gunners würden Ödegaard liebend gerne über das mit Real Madrid vereinbarte Leihgeschäft (bis Saisonende) hinaus an sich binden. Bis vor Kurzem schien dies nur über eine weitere Leihe möglich, da der offizielle Diktus der Real-Verantwortlichen stets war, mit dem Norweger langfristig zu planen.

Nun aber sind Berichte aufgetaucht, denen zufolge Real sich durchaus auch einen definitiven Verkauf des Spielers vorstellen kann.

Der Spieler selbst wiederum fühlt sich, nach eigenen Angaben, pudelwohl auf der Insel - und wäre einer Ausweitung seines Aufenthaltes wohl auch nicht abgeneigt. Kein Wunder: unter Arteta kommt der Norweger regelmäßig zu Einsatzzeiten.

Mit dem FC Liverpool ist den Londonern laut AS aber ein ernstzunehmender Konkurrent im Rennen um Ödegaard erwachsen.

Klopp wollte Ödegaard schon im Jahr 2015

Klopp wollte den Skandinavier schon zu Beginn seiner Amtszeit in Liverpool nach England locken. Das war im Oktober 2015 - und Ödegaard, als kommendes Wunderkind, schon damals in aller Munde. Da sich der Norweger über den Umweg der Filialmannschaft von Real Madrid aber eine strahlende Zukunft in Spaniens Hauptstadt versprach, blieb es bei einem heftigen Flirt.

Nun haben beide den Kontakt offenbar aufgefrischt - und das dürfte den Gunners Kopfzerbrechen bereiten. Denn sollten die Reds wirklich Ernst in dieser Personalie machen, dürften sie aus dem Rennen sein.

Sportlich und auch finanziell bietet der LFC momentan schlichtweg die bessere Perspektive als die nach dem Wenger-Rücktritt vor drei Jahren weiterhin nach ihrer Identität suchenden Kanoniere aus dem Emirates Stadium.

Real hat das letzte Wort

Das allerletzte Wort in der Causa Ödegaard hat natürlich weiterhin Real Madrid. Auch Ödegaard wird von England aus genau beobachten, wie der Klub, vor allem auf der Trainer-Position, für die Zukunft plant.

Es sei daran erinnert, dass es Zinédine Zidane war, der Ödegaard nach dessen überzeugendem Leih-Gastspiel bei der Real Sociedad im vergangenen Sommer wieder zurück nach Madrid beorderte. Die Basken hätten das Leihgeschäft gerne um ein weiteres Jahr verlängert.

Zinedine Zidane head Coach, Martin Odegaard
Bei Real Madrid konnte Ödegaard Zidane nicht restlos von sich überzeugen / Quality Sport Images/Getty Images

Doch Zizou bestand auf Ödegaards Rückkehr - nur um ihm im Anschluss dann eben doch nicht die versprochenen Einsatzzeiten zu gewähren. Ziemlich frustriert akzeptierte Ödegaard deshalb wenige Monate später, während des Winter-Transferfensters, eine weitere Leihe - diesmal nach London zu Mikel Artetas FC Arsenal.

Von dem Verbleib oder Abgang Zidanes bei Real Madrid dürfte die Personalie Ödegaard also in der Zukunft zu einem wesentlichen Teil abhängen. Und am Ende könnte Klopp der lachende Dritte sein.

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