Bundesliga

Gomez moniert Gehälter der Bundesliga-Durchschnittskicker: "Total überbezahlt"

Dominik Hager
Mario Gomez kritisiert die Gehälter der Bundesliga-Durchschnittskicker
Mario Gomez kritisiert die Gehälter der Bundesliga-Durchschnittskicker / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages
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Der Gehälter-Wahnsinn im Fußball nimmt immer gigantischere Ausmaße an. Selbst wenn immer wieder Kritik an den riesigen Geldbeträgen laut wird, ist kein Ende der Entwicklung abzusehen. Ex-Nationalstürmer Mario Gomez kritisierte die hohen Gehälter nun im Gespräch mit BILD TV.


Geldsorgen hat im Profi-Fußball gewiss niemand mehr. Nicht nur die absoluten Top-Stars wie Robert Lewandowski verdienen sich eine goldene Nase, sondern zu großen Teilen auch nicht ganz so herausragende Kicker. Mario Gomez nimmt insbesondere die "Durchschnittsspieler" in der Bundesliga ins Visier. Diese seien "total überbezahlt, wenn man so hört, was da für Summen fließen", findet der ehemalige Bayern-Angreifer.

Mit den Gehältern der Top-Stars hat er hingegen weniger Probleme. Diese sollen ihr Geld auch verdienen, "weil sie es letztendlich auch gezeigt haben", erklärte der 36-Jährige. In Bezug auf Erling Haaland gab Gomez allerdings zu, dass die Zahlen "auch ein bisschen surreal" seien.

"Die Leute gehen nicht mehr zum Tanken, weil es jetzt zu teuer ist und auf der anderen Seite wird dann über 350 Millionen Euro gesprochen", monierte der Ex-Torschützenkönig.

Der Wahnsinn kennt keine Grenzen: Raiola will mehr Geld für Haaland-Transfer als Mainz- und Union-Stars zusammen verdienen

Tatsächlich muss man sich die Frage stellen, ob nicht diese Mega-Deals das große Problem im Fußball sind. Das 350-Millionen-Euro-Paket für den BVB-Torjäger umfasst ja schließlich nicht nur ein "Monster-Gehalt" für Haaland, sondern auch ein hübsches Sümmchen für Berater Raiola und Vater Alf-Inge. Diese sollen für das Abwickeln des Transfers alleine 45 bzw. 30 Millionen Euro erhalten. All das kann man nur noch als blanken Wahnsinn betiteln.

Im Vergleich: Bei den beiden Bundesliga-Mittelfeldklubs Union Berlin und Mainz 05 verdienen laut salarysport.com alle Profis zusammen im Jahr gerade mal rund 40 Millionen Euro. Freiburg-Topverdiener Christian Günther kommt der Quelle zufolge auf lediglich knapp eine Millionen Euro jährlich: Klar: Die teurer werdenden Spritpreise können sich die Kicker dennoch leisten, vergleicht man all das jetzt aber mit Haaland und Co, sind die Beträge eher ein Witz.

Gehälter-Wahnsinn nicht im Bundesliga-Mittelfeld festzumachen

In Summe ist es also eher merkwürdig, dass Gomez die Bundesliga-Durchschnittsspieler als Problem ausmacht. Denken wir nur an die Projekte Paris Saint-Germain, Newcastle United und Co. Was bei solchen Klubs abgeht spiegelt das "kranke Business" viel mehr wieder.

Generell ist die Bundesliga in Sachen Gehälter nicht gerade an der Spitze. Der Quelle LIGA LIVE zufolge, rangieren die Premier League, die La Liga und die Serie A vor der höchsten deutschen Spielklasse. Die englischen Kicker verdienen mit 2,95 Millionen Euro jährlich sogar mehr als doppelt so viel wie die Bundesliga-Profis (1,4 Millionen Euro).


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