Bayern München

Abschied oder Verbleib: Rocas widersprüchliche Gefühle

Dominik Hager
Auf dem Abstellgleis: Marc Roca steht vor einem Abschied
Auf dem Abstellgleis: Marc Roca steht vor einem Abschied / Eurasia Sport Images/GettyImages
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Marc Roca hat bei den Bayern weiterhin keine Chance auf Einsatzzeit. Der spanische Mittelfeldspieler durfte in dieser Saison noch keine Minute absolvieren und saß häufig nicht mal auf der Ersatzbank. Vor einigen Wochen hieß es, dass im November ein Gespräch zwischen Roca und den Bayern-Bossen stattfinden soll. Allerdings deckt allein die fehlende Einsatzzeit deutlicher als jedes Gespräch auf, dass der Spieler keine Zukunft in München hat. Demnach liebäugelt dieser mit einem schnellen Abschied.


Der Saisonverlauf von Marc Roca nimmt fast schon tragische Züge an. Nachdem der Spanier im Sommer noch voller Angriffsmut war und sogar auf die Olympischen Spiele verzichtete, verpasste er die entscheidenden Wochen in der Vorbereitung und den Saisonstart verletzungsbedingt.

Inzwischen ist der Neuzugang aus dem Sommer 2020 schon mehrere Monate wieder fit. Allerdings scheint Nagelsmann die Fähigkeiten des Spielers ähnlich wie zuvor Hansi Flick als nicht ausreichend für den FC Bayern zu betrachten.

Roca erwägt Abschied: "Kommt eine Zeit, in der alle Spieler spielen wollen"

Inzwischen weiß Roca vermutlich auch selbst insgeheim, dass für ihn die Messe in München gelesen ist. Wie genau es weitergeht, steht aber noch nicht fest. "Ich habe nie daran gedacht, Bayern zu verlassen. Aber am Ende kommt eine Zeit, in der alle Spieler spielen wollen. Ich weiß nicht, was im Januar oder Sommer passieren wird", erklärte der Spanier im Gespräch mit Radio Marca.

Im Moment möchte er sich vorrangig auf die tägliche Arbeit auf dem Trainingsplatz konzentrieren: "Ich achte auf die Gegenwart. Im Moment versuche ich, hart zu trainieren und den Trainer dazu zu bringen, seine Meinung zu ändern."

Mehr bleibt dem passstarken Sechser auch gar nicht übrig, ehe das Transferfenster in der Winterpause öffnet.

Roca mit überraschender Aussage: "Fühle mich gut"

Tatsächlich betrachtet der Spieler seine Zeit in München gar nicht als so negativ. "Es klingt widersprüchlich, weil ich nicht die Minuten bekomme, die ich gerne hätte. Ich spiele nicht mit oder nehme gerade teil, aber ehrlich gesagt, fühle ich mich gut", erklärte er. "Ich freue mich darauf, mitzumachen und dem Team zu helfen, um zu sehen, ob ich die Chance bekomme. Ich bin immer bereit und trainiere hart", ergänzte Roca, der sich in der besten Phase seiner Karriere wägt.

Informationen von Spox und Goal zufolge ist ein Abgang von Roca im Winter dennoch sehr wahrscheinlich. Ob der Spieler verkauft oder verliehen werden soll, steht jedoch noch nicht fest.

Frankfurt-Gerüchte wenig konkret: "Damit beschäftigen wir uns nicht"

Zuletzt waren Berichte zu lesen, wonach Eintracht Frankfurt am zentralen Mittelfeldspieler interessiert sei. Dies wollte Markus Krösche im Sport1-Doppelpass aber nicht bestätigen.

"Damit beschäftigen wir uns momentan überhaupt nicht. Das sind Dinge, die in der Zukunft liegen. Es sind sicherlich gute Spieler, aber die kann man jetzt nicht direkt mit Frankfurt in Verbindung bringen", erklärte er auf Roca und Michael Cuisance angesprochen.

Ob Frankfurt jedoch die richtige Adresse für Roca ist, darf man bezweifeln. Dem fußballerisch hoch veranlagten Spieler kommen spielerisch starke Ballbesitz-Mannschaften entgegen. Das Spiel der Eintracht ist hingegen eher durch Kampf, Zweikampfstärke und Lauffreudigkeit geprägt. Idealer wäre demnach eher ein Verein wie Bayer 04 Leverkusen oder eine Adresse in Spanien oder Italien.

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