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Champions League

ManCity erteilt Gladbach taktische Lehrstunde – Spielbericht und Netzreaktionen zur 0:2-Pleite in der Königsklasse

Markus Grafenschäfer
Gladbach lief gegen City meist nur hinterher
Gladbach lief gegen City meist nur hinterher / ATTILA KISBENEDEK/Getty Images
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Endlich war es soweit: Das erste Achtelfinale der Champions League für Borussia Mönchengladbach. Gegen Manchester City reichte es in einer optisch einseitigen Partie allerdings nicht zur Überraschung, die Fohlen unterlagen dem Favoriten bei ihrem K.o.-Debüt mit 0:2.

Aufstellungen:

Gladbach:
Sommer - Bensebaini, Elvedi, Ginter, Lainer (ab 63' Lazaro) - Zakaria, Neuhaus, Kramer - Plea (ab 63' Thuram), Stindl (C; ab 74' Embolo), Hofmann (ab 87' Wolf)

City:
Ederson - Joao Cancelo, Laporte, Ruben, Walker - Gündogan, Rodrigo, Foden (ab 80' Ferran Torres) - Sterling (C; ab 69' Mahrez, Gabriel Jesus (ab 80' Aguero), Berndardo Silva

Tore:

0:1 Bernardo Silva (29')
0:2 Gabriel Jesus (65')

Spielbericht und Netzreaktionen:

Gleich zu Beginn wurde klar, wer in der Partie tonangebend sein wird. Die Gäste aus Manchester gingen früh ins gegnerische Pressing und drängten die Fohlen tief in die eigene Hälfte. Diese hatten durchaus Probleme, sich spielerisch aus den Drucksituationen zu lösen. Immer wieder hagelte es Ballverluste.

Die Partie pendelte sich ein: City drückte, Gladbach lauerte auf Konter. Tatsächlich kam die Borussia zu Ballgewinnen, die zu Konter hätten einladen können. Doch entweder stand die City-Abwehr in der Rückwärtsbewegung gut oder aber - und so versandeten die meisten Bemühungen - Gladbach spielte seine Situationen zu unsauber aus.

Die Fohlen konnten ihre Anfangsnervosität erst zögerlich aus den eigenen Beinen schütteln. Besonders vor dem eigenen Tor luden unsaubere Pässe die Gäste immer wieder zu gefährlichen Gegenstößen ein, wie etwa in der 16. Spielminute: Ein Befreiungsschlag von Matthias Ginter landete postwendend beim Gegner, den die Borussia nur durch vereinte Kräfte von einem gefährlichen Vorstoß hindern konnten.

Doch auch auf der Gegenseite wurde es plötzlich heiß. Nach einem langen Ball auf Stefan Lainer legte der Österreicher in den Strafraum auf Alessane Plea, doch auch hier fehlte die nötige Konsequent im Pass. City konnte klären, dennoch: Es sollte der beste Vorstoß Gladbachs in der ersten Hälfte sein.

Das erste Tor der Partie fiel schließlich auf Seite der Citizen - nach altbekanntem Muster. Christoph Kramer spielte unnötigen Fehlpass vor dem eigenen Strafraum, den Joao Cancelo aufnahm und aus dem Halbfeld butterweich in den Strafraum flankte. Dort ließ Nico Elvedi Gegenspieler Bernardo Silva sträflich frei. Der nur 1,73 Meter große Portugiese köpfte gegen die Laufrichtung von Keeper Yann Sommer ein - 0:1 aus Sicht der Fohlen (29').

Eine aufbäumende Reaktion des Teams von Marco Rose blieb nach dem Gegentreffer aus. City verteidigte weiter konsequent und ließ die Gladbacher erst gar nicht in die gegnerische Hälfte vordrängen.

Das halbvolle Glas: Die Borussia hielt den Gegner weitestgehend von gefährlichen Abschlüssen ab. City bestimmte zwar das Geschehen, doch die Skyblues wussten nicht viel mit dem Ball anzufangen. Somit blieb es bis zum Halbzeitpfiff beim 0:1, verdient gingen die Gäste mit der Führung im Rücken in die Pause.

Hälfte zwei begann, wie Hälfte eins aufhörte: City presste, Gladbach versuchte sich im Aufbauspiel.

In der 54. Minute beinahe der zweite Treffer für City. Bensebaini spielte an der Seitenlinie einen fatalen Fehlpass in die Beine von Gabriel Jesus. Der Brasilianer hatte im Grunde nur noch Sommer vor sich, verzögerte am Ende jedoch zu lang, sodass Elvedi noch in höchster Not retten konnte. Es zeichnete sich ein Bild ab: Mit den Ball am Fuß kam bei der Borussia die Unsicherheit hoch.

Das machte sich auf in der Offensive bemerkbar. Drei vielversprechende Angriffsversuche Gladbachs verpufften nahezu wirkungslos. Erst wählte Florian Neuhaus im gegnerischen Strafraum den völlig falschen Moment zum Pass (54'), dann fehlte Lars Stindls Steilpass das nötige Tempo (56'). Auch Zakaria wählte in der 59. Minute für sein Abspiel aus Plea den völlig falschen Moment.

In der 63. rappelte es dann doch fast im Tor von Ederson. Denis Zakaria setzte sich auf der rechten Seite robust durch und flankte halbhoch in den Strafraum. Dort erwischte Plea die Kugel per Scorpion-Kick. Sein Lazaro-Gedächtnistor sollte allerdings nicht gelingen, der Ball kullerte am langen Pfosten vorbei.

Und gerade, als sich Gladbach immer weiter nach vorne traute, zappelte es wieder im Netz von Sommer. Abermals flankte Joao Cancelo von links in den Strafraum, wo Bernardo Silva diesmal als Assistgeber agierte. Sein Kopfball in den Fünfer musste Gabriel Jesus nur noch einschieben (65'). Bitter für die Fohlen!

Die Elf vom Niederrhein zeigte sich angeknackst, von der vorherigen Druckphase war nichts mehr zu sehen. City hielt sich mit der 2:0-Führung im Rücken nun etwas zurück, Gladbach wusste mit dem höheren Ballbesitz allerdings nicht viel anzufangen.

Die vor sich hindümpelnde Partie wurde in der 83. Minute noch einmal turbulent. Jonas Hofmann ging nach Kontakt mit Joao Cancelo im Strafraum zu Boden. Sowohl Schiri Soares Dias wie auch der VAR schalteten sich allerdings nicht ein. Zurecht, wie die Wiederholung zeigte. Hofmann wurde zwar von Cancelo robust abgekocht, doch der Check reichte nicht für einen Strafstoß. Hofmann jedoch verletzte sich bei der Szene und musste ausgewechselt werden. Für ihn kam Hannes Wolf.

Kurz vor Abpfiff hatte der gerade eingewechselte Hannes Wolf sogar noch die große Chance auf den Anschlusstreffer, doch sein Versuch entschärfte Ederson sicher.

Mit diesem Versuch endete schließlich die Partie, verdient ging City mit 2:0 als Sieger aus der Partie. Gladbach machte grundsätzlich kein schlechtes Spiel, doch vor allem mit dem Ball am Fuß taten sich die Fohlen schwer. Die 0:2-"Heimpleite" ist vor dem kommenden Rückspiel natürlich ein Brett.

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