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Jovic will in die Bundesliga zurück - potenzielle Abnehmer im Check

Jan Kupitz
Luka Jovic
Luka Jovic / Soccrates Images/GettyImages
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Luka Jovic will Real Madrid im Sommer verlassen. Sein bevorzugtes Ziel: die Bundesliga!


Nach drei Jahren scheint die Zeit von Luka Jovic in der spanischen Hauptstadt endgültig abgelaufen. Der Serbe, 2019 für über 60 Millionen Euro und mit riesigen Erwartungen aus Frankfurt gekommen, kommt bei den Königlichen auf keinen grünen Zweig. Auch die zwischenzeitliche Leihe zu seinem Ex-Klub Eintracht Frankfurt konnte nicht für Auftrieb sorgen.

Um seine Karriere nicht komplett in den Sand zu setzen, scheint ein Abschied aus Madrid die einzig richtige Lösung für Jovic zu sein. Laut Sky wäre Real ebenfalls damit einverstanden, den Stürmer zu verkaufen und einen Schlussstrich unter das Missverständnis zu ziehen.

Der TV-Sender führt aus, dass der Serbe dabei am liebsten nach Deutschland zurück möchte. "Er will in die Bundesliga, nicht nach England oder woanders hin", machte Sky-Transferexperte Marc Behrenbeck klar. Konkrete Hinweise, welches Team für den Ex-Frankfurter interessant wäre, gebe es aber noch nicht.

90min macht vorsorglich den Check, welche Bundesliga-Klubs Bedarf haben - und die Verpflichtung auch finanziell stemmen könnten.

Heiße Kandidaten:

1. BVB

Borussia Dortmund wäre in der Bundesliga der naheliegendste Abnehmer für Jovic. Die Schwarz-Gelben wurden in der Vergangenheit immer wieder mit dem Angreifer in Verbindung gebracht und müssen (mutmaßlich) einen Nachfolger für Erling Haaland finden. Bedarf wäre definitiv da!

Die Verpflichtungen von Niklas Süle und Karim Adeyemi zeigen zudem, dass der BVB in der Lage ist, trotz Pandemie weiterhin sehr ordentliche Gehälter zu zahlen.

Bliebe einzig und allein die Frage nach der Ablöse. Wobei: Wenn Dortmund die nicht stemmen kann, wird das (bis auf Bayern München) auch kein anderer Bundesliga-Klub können.

Auf der Suche nach einem Haaland-Nachfolger soll man aber andere Kandidaten im Blick haben.

2. RB Leipzig

Das Toreschießen will bei den Roten Bullen seit den Abgängen von Timo Werner und Patrik Schick nicht so richtig klappen - einzig und allein Christo Nkunku hat sich als zuverlässiger Torschütze erwiesen, der Rest lässt zu viele Chancen liegen.

Offen ist, wie es bei RBL für die Leihspieler Sörloth und Brobbey weitergeht. Sind sie für die kommende Saison kein Thema, könnte Jovic ein heißerer Kandidat werden. Weitere Angriffspower täte den Roten Bullen jedenfalls gut.

3. Bayer Leverkusen

Mit Schick, Azmoun und Alario hat Bayer 04 bereits drei gelernte Mittelstürmer im Kader - somit ist Stand jetzt kein Bedarf. Doch beim Argentinier stehen die Zeichen klar auf Abschied, zudem wird Azmoun als Wirtz-Ersatz (zumindest zu Saisonbeginn) in einer tieferen Position gebraucht.

Und schon wäre theoretisch Platz für einen Luka Jovic, der außerdem auch über die Außen kommen kann, wo er zum Beispiel einen Paulinho (dessen Zukunft offen ist) ersetzen könnte. Auch finanziell sollte Leverkusen in der Lage sein, das Paket für Jovic zu stemmen.

4. Eintracht Frankfurt

Die romantischste Option wäre zweifelsfrei eine Rückkehr zur Eintracht, bei der Jovic sich zum Weltstar entwickelt hat. Voraussetzung für einen festen Transfer wäre aber wohl der Gewinn der Europa League, der verbunden mit der Champions-League-Teilnahme ist.

In Frankfurt können sie trotz der Ankunft von Randal Kolo Muani einen weiteren Angreifer definitiv gebrauchen. Und: Man hätte ein Argument mehr, um Filip Kostic von einer Verlängerung zu überzeugen.

Außenseiter-Chancen:

5. Hertha BSC

Obwohl der Big City Club in dieser Saison abermals enttäuscht, bleiben die Ambitionen rund um die Hertha natürlich groß. Mittelfristig will der BSC ins internationale Geschäft vorstoßen - dafür braucht es aber auch das entsprechende Personal.

Der Angriff ist eine große Baustelle, einen zuverlässigen Knipser hat Hertha nicht in den eigenen Reihen. Jovic könnte das Gesicht für eine rosige Zukunft, wenngleich ein Wechsel nach Berlin - da sind wir alle realistisch - schon eine faustdicke Überraschung wäre.

Der Chronistenpflicht wegen, und weil Fredi Bobic den jungen Serben damals entdeckt hat, nennen wir die Berliner trotzdem als potenzielle Abnehmer.

6. Bor. Mönchengladbach

Auch wenn ein Wechsel zur Borussia durchaus Sinn ergeben würde, käme die Fohlenelf nur als Außenseiter in Frage. Gladbach verpasst das internationale Geschäft und verfügt über begrenzte finanzielle Mittel - zwei Aspekte, die klar gegen einen Wechsel an den Niederrhein sprechen.

Doch Gladbach bleibt ein großer, reizvoller Klub und hat zudem Bedarf an einem neuen Stürmer (unter der Prämisse, dass Thuram und Plea verkauft werden).

Auch hier: Ein Jovic-Wechsel ist nicht wahrscheinlich, aber in der Bundesliga gibt es auch nicht viele interessantere Klubs für den Angreifer.


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