Bayern München

Bericht: Leon Goretzka sorgt mit Forderungen für Unmut beim FC Bayern

Yannik Möller
Leon Goretzka
Leon Goretzka / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Mit seiner Rückkehr nach der Knie-Verletzung hat Leon Goretzka frühzeitig und öffentlich betont, dass er wieder von Beginn an auflaufen will. Dieses forsche Fordern sorgt bei seinen Teamkollegen für Unmut.


Beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart stand Leon Goretzka erstmals seit längerer Zeit wieder in der Startelf und über die vollen 90 Minuten auf dem Platz. Ein wichtiger Schritt für ihn, konnte er so direkt ein Ausrufezeichen mit seiner Rückkehr nach den Knie-Problemen setzen.

Diesen Platz in der Startelf hatte er die Tage zuvor auch öffentlich eingefordert. "Jetzt bin ich dann aber auch bereit zu starten", hatte er nach seiner Einwechslung in der Champions League betont. Nicht einfach nur eine gewöhnliche Aussage, die seinen Fitnesszustand beschreiben sollte. Es war ein klarer Wink mit dem Zaunpfahl, mit dem er seine Ansprüche klarstellen wollte.

Laut Bild kam diese deutliche Forderung bei den Führungsspielern der Mannschaft aber nicht gut an.

Kein Wunder: Goretzka war - mal wieder - über etwas längere Zeit verletzt. Und in eben jener Zeit haben sowohl Marcel Sabitzer, als auch Ryan Gravenberch einen sehr guten Job gemacht.

Goretzka-Ansprüche treffen auf wenig Zuspruch - Nagelsmann setzt gegen Barca auf Sabitzer

Dass der 27-Jährige direkt nach seiner Rückkehr öffentlich betont, er wolle nun auch wieder von Beginn an aufspielen, womit er zugleich den einzigen freien Platz neben Joshua Kimmich besetzen würde, sorgte entsprechend für Unmut in der Mannschaft.

Auch leistungstechnisch dürfte der ein oder andere Spieler die Stirn gerunzelt haben. Schließlich musste Julian Nagelsmann nicht gerade beten, dass Goretzka schnell zurückkehrt. Sabitzer und Gravenberch hatten sehr gute Wochen zu verzeichnen.

Leon Goretzka
Gegen Inter wurde Goretzka eingewechselt / Marco Canoniero/GettyImages

Zumal Kimmich dem Bericht zufolge auch gefällt, dass er neben Sabitzer mehr eigene Freiheiten hat, als wenn sein Nationalelf-Kollege neben ihm aufspielt. Denn der Österreicher übernimmt eher die Aufgaben einer Sechs, während Kimmich etwas mehr als Spielmacher agieren kann.

Für diese Aufteilung hat sich Nagelsmann nun auch für das Spiel gegen den FC Barcelona entschieden. Das erklärte er bereits auf der Pressekonferenz am Montag: "Auf der Position neben Josh wird Sabi spielen."

Diesen Entschluss fasste der Coach unter der Belastungssteuerung von Goretzka zusammen. "Ein Einsatz von Beginn an würde zu früh kommen durch den kurzen Abstand von Samstag zu Dienstag", so die Erklärung. Tatsächlich dürfte er aber auch eher die Kombination von Kimmich und Sabitzer bevorzugen, wenn es gegen Barca geht.

Verwunderung hier, enttäuschter Goretzka dort - und Gravenberch nicht vergessen!

Diese Aussage spiegelte sich laut Bild später im Training auch in der Miene des gebürtigen Bochumers wider. Während Nagelsmann mit Sabitzer in die Spiel-Details ging, lief Goretzka auf der anderen Seite des Platzes - nicht gerade mit einem Lächeln auf den Lippen.

So sorgen einerseits seine öffentlich geäußerten Startelf-Ansprüche im Team für etwas Unruhe, während er selbst durch den erneuten Bankplatz ernüchtert zu sein scheint.

Und nicht zu vergessen: Auch bei Gravenberch scheint die Frustration langsam aber sicher zu wachsen. Trotz guter Auftritte wartet der 20-Jährige noch immer auf sein erstes Spiel von Beginn an, abgesehen vom DFB-Pokal-Auftakt.

Der Konkurrenzkampf zeigt seine positiven, wie auch negativen Folgen. Nagelsmann muss nun gutes Management beweisen.


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