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Der Preis ist heiß: Die 15 teuersten Leih-Deals aller Zeiten

Dominik Hager
Nicht nur feste Käufe können für die europäischen Top-Klubs mitunter sehr teuer werden
Nicht nur feste Käufe können für die europäischen Top-Klubs mitunter sehr teuer werden / Chris Brunskill/Fantasista/GettyImages
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Leihgeschäfte sind häufig ein plausibles Mittel für finanziell schwächere Klubs, sich sportlich über Wasser halten zu können. Das Prädikat "günstig" trifft aber längst nicht auf jede Leihe zu. Wir werfen einen Blick auf die teuersten Leihgeschäfte aller Zeiten.


15. Gaizka Mendieta (für 9 Millionen Euro von Lazio zum FC Barcelona)

Gaizka Mendieta
Graham Chadwick/GettyImages

Gaizka Medieta ist kein Name, der einigen Fußball-Fans so ganz einfach über die Zunge gehen dürfte. Dies liegt aber mehr daran, dass der Spieler schon vor 14 Jahre seine Schuhe an den Nagel gehangen hat. Der spanische Mittelfeldspieler wechselte im Jahr 2001nach dem verlorenen CL-Finale gegen die Bayern für 48 Millionen Euro von Valencia zu Lazio Rom. In Italien enttäuschte Mendieta jedoch, weshalb er ein Jahr später für neun Millionen Euro nach Barcelona ausgeliehen wurde. Dort blieb er jedoch auch nur für das eine Jahr, ohne groß eingeschlagen zu haben. Fortan kickte er nur noch für Middlesbrough

14. Sandro Tonali (für 10 Millionen Euro von Brescia zu Milan)

Sandro Tonali
Marco Luzzani/GettyImages

Der hochtalentierte italienische Mittelfeldspieler spielte sich bereits in jungen Jahren in den Fokus der Rossoneri. Im Sommer 2020 sicherte sich Milan den heute 22-Jährigen per Leihe mit Kaufoption. Zu den zehn Millionen Euro an Leihgebühr flossen schließlich noch weitere sieben Millionen Euro für die feste Verpflichtung. Ein Geschäft, das sich für den Serie-A-Champion mehr als nur gelohnt hat.

13. Dejan Kulusevski (für zehn Millionen Euro von Juve zu Tottenham)

Dejan Kulusevski
David Rogers/GettyImages

Der schwedischen Flügelspieler stagnierte bei Juve ein wenig, wodurch ein Leihgeschäft mit den Spurs in die Wege geleitet wurde. Kulusevski schloss sich für eine Leihgebühr in Höhe von zehn Millionen Euro dem Premier-League-Klub an und konnte in der abgelaufenen Rückrunde direkt 13-mal scoren. Die Leihe mit anschließender Kaufpflicht unter Bedingungen läuft bis 2023. Der Spieler wird wohl langfristig bei den Spurs bleiben.

12. Antoine Griezmann (für zehn Millionen Euro vom FC Barcelona zu Atlético)

Antoine Griezmann
Angel Martinez/GettyImages

Der Franzose konnte bei den Katalanen nie so ganz überzeugen, wodurch seine Leistungen nicht im Verhältnis mit seinem Gehalt und seiner Ablöse von 120 Millionen Euro standen. Wenngleich sich der Stürmer 2019 zum Wechsel gestreikt hatte, nahm Atlético Griezmann zwei Jahr später wieder auf. Der Angreifer kam per Leihe für zehn Millionen Euro zurück. Der Hauptstadt-Klub hat eine Kaufoption, jedoch waren die Leistungen des 31-Jährigen zuletzt ziemlich mau.

11. Gonzalo Higuaín (für 10,2 Millionen Euro von Juve zu Milan)

Gonzalo Higuain
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Der inzwischen 34-jährige Torjäger aus Argentinien war in der Saison 2018/19 als Leihspieler für die Rossoneri tätig. Der Deal kostete die Mailänder 10,2 Millionen Euro, hat sich aber nicht ausgezahlt. Von seinen 321-Profi-Toren erzielte der Mittelstürmer nur acht für die AC Mailand. Demnach blieb es auch bei der einen Saison als Milan-Profi, die uns nicht unbedingt in Erinnerung bleiben wird.

10. Mattia Destro (für 11,5 Millionen Euro von Genoa zum AS Rom)

Mattia Destro
Gabriele Maltinti/GettyImages

Der italienische Mittelstürmer wurde im Jahr 2012 für 11,5 Millionen Euro zur AS Rom verliehen, ehe sich die Römer ein Jahr später seine festen Dienste für weitere 4,5 Millionen Euro sicherten. Destro konnte in der italienischen Hauptstadt in 68 Spielen auch immerhin 29 Tore erzielen, wurde jedoch erst zu Milan verliehen (für 500.00 Euro) und anschließend nach einer mäßigen Spielzeit 2014/15 für 8,5 Millionen Euro an den FC Bologna verkauft.

9. Orion Ighalo (für 12 Millionen Euro von SH Shenhua zu Man United)

Odion Ighalo
Pool/GettyImages

Was für ein "Weltklase-Deal" von United! Der 33-Jährige hatte eine ganz gute Zeit beim FC Wartford, wechselte 2017 aber für 23,3 Millionen Euro nach China. Nach seinem Wechsel von Yatai zu Shenua (6 Millionen Euro) wurde er im Januar für stolze zwölf Millionen Euro zu Manchester United verliehen. Dort blieb er für ein Kalenderjahr und erzielte in 23 Spielen fünf Tore. Das hätte man sich auch sparen können. Inzwischen schießt Ighalo in Saudi-Arabien seine Tore.

8. Nicòlo Barella (für 12 Millionen Euro von Cagliari zu Inter)

Nicolo’ Barella
Marco Luzzani/GettyImages

Der begnadete italienische Mittelfeldspieler wechselte zunächst auf Leih-Basis von Cagliari Calcio zu Inter Mailand, wie es in Italien eben häufig so stattfindet. Der inzwischen 25-Jährige wurde ein Jahr später im Sommer 2020 fest verpflichtet. Nach den zwölf Millionen Euro an Leihgebühr flossen noch mal 32,5 Millionen Euro an Ablöse. Trotz des Preises ein toller Deal für Inter.

7. Federico Chiesa (Für 12,6 Millionen Euro von Florenz zu Juventus Turin)

Federico Chiesa
Giuseppe Bellini/GettyImages

Der Transfer von Federico Chiesa lief ähnlich ab wie jener von Barella. Der heute 24-jährige Außenstürmer wechselte zunächst im Jahr 2020 per Leihe von der AC Florenz zu Juventus Turin. Der italienische EM-Held kostete sogar noch mehr als sein Nationalmannschafts-Kollege. Mit der Leihgebühr von 12,6 Millionen Euro und dem Kaufpreis von 40 Millionen Euro, hat Juve mehr als 50 Millionen Euro in Chiesa investiert, der zuletzt wegen eines Kreuzbandrisses fehlte. Die Summe könnte sich trotzdem noch lohnen.

6. Carlos Tévez (für 12,7 Millionen Euro von West Ham und Manchester United)

Carlos Tevez
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Nachdem West Ham den argentinischen Stürmer im Jahr 2006 nach Europa holte, hatte dieser zunächst Probleme, Fuß zu fassen und erzielte "nur" sieben Tore. Daraufhin wurde er von Manchester United für zwei Jahre und 12,7 Millionen Euro geliehen. Tévez blieb im Anschluss zwar in Manchester, schloss sich jedoch für 29 Millionen Euro den Skyblues an. Für die Red Devils hatte der Offensivspieler 34 Tore in 99 Partien erzielt.

5. James Rodríguez (für 13 Millionen Euro von Real Madrid zum FC Bayern)

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CHRISTOF STACHE/GettyImages

Der FC Bayern sicherte sich im Jahr 2017 die Dienste der Kolumbianers und überwies Real Madrid für zwei Jahre Leihe 13 Millionen Euro. Der offensive Mittelfeldspieler zeigte insbesondere in seinem ersten Jahr gute Leistungen, wurde letztlich aber nicht fest verpflichtet. Zum einen war der Platz auf der Zehn von Thomas Müller belegt und zum anderen passte der inzwischen 30-Jährige von der Mentalität her nicht nach München. Heute kickt er traurigerweise in Katar.

4. Duván Zapata (für 14 Millionen Euro von Sampdoria zu Atalanta)

Duvan Zapata
Emilio Andreoli/GettyImages

Weiter geht es mit einem weiteren Kolumbianer und mal wieder einem reinen Serie-A-Deal. Sampdoria verpflichtete Zapata im Jahr 2018 zunächst nach eigener Leihe für 18,5 Millionen Euro fest, verlieh ihn aber direkt wieder für 14 Millionen Euro an Atalanta. Nach der einjährigen Leihe wurde zwölf weitere Millionen Euro an fester Ablöse fällig. Der 31-Jährige konnte inzwischen 79 Tore und 39 Vorlagen für Atalanta Bergamo erzielen.

3. Giovanni Lo Celso (für 16 Millionen Euro von Betis zu Tottenham)

Giovani Lo Celso
Visionhaus/GettyImages

Giovanni Lo Celso hat bereits die ein oder andere Leihe hinter sich. Zunächst lieh Betis Sevilla den Argentinier für drei Millionen Euro und verpflichtete diesen dann für 22 Millionen Euro fest. Anschließend sicherten sich die Spurs den Spieler für eine Leihgebühr von 16 Millionen Euro und verpflichteten ihn ein Jahr später für 32 Millionen Euro fest. In der vergangenen Saison war Lo Celso als Leihspieler beim FC Villarreal aktiv, nachdem es in London für ihn nicht mehr so gut lief.

2. Álvaro Morata (für 18 Millionen Euro vom FC Chelsea zu Atlético)

Alvaro Morata
Denis Doyle/GettyImages

Álvaro Morata wird vielleicht nie Torschützenkönig werden, ist aber definitiv der Leih-König. Der spanische Angreifer wechselte zunächst für 66 Millionen Euro von Real Madrid zum FC Chelsea. Im Jahr 2019 wurde er jedoch für stolze 18 Millionen Euro von Atlético geliehen und anschließend für 35 Millionen Euro gekauft. In 61-Atlético-Spielen knipste Morata mäßige 22-mal.

1. Álvaro Morata (für 20 Millionen Euro von Atlético zu Juventus Turin)

Alvaro Morata
SOPA Images/GettyImages

Wer hätte das gedacht? Auch Platz eins geht an den spanischen Angreifer. Juventus Turin borgte sich den Spieler von 2020 bis 2022 für die Rekord-Summe von 20 Millionen Euro, nachdem er dort bereits zwischen 2014 und 2016 aktiv war. Juve hat nun erneut die Möglichkeit, den Offensivspieler für 35 Millionen Euro fest zu verpflichten. Der 29-Jährige hat keine Zukunft bei Atlético, weshalb Juve hofft, günstiger davon zu kommen. Die 35 Millionen Euro möchte man hingegen nicht zahlen. Morata erklärte kürzlich, dass er genügend Optionen habe. Dann ja vielleicht mal nicht per Leihe.


Quelle: transfermarkt.de

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