Frauen-EM

Laura Wienroither - Euro 2022 - Make Your Mark

Daniel Holfelder
Laura Wienroither - Make Your Mark
Laura Wienroither - Make Your Mark /
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Die Serie "Make Your Mark" von 90min geht der Frage auf den Grund, wie ein Fußballprofi zu dem Spieler oder der Spielerin wurde, der er oder sie heute ist.

Ein Familienmitglied, ein Trainer, die Zeit in einer bestimmten Mannschaft, ein Teamkollege oder eine besondere Charaktereigenschaft - irgendjemand oder irgendetwas hat auf dem Karriereweg nach oben eine entscheidende Rolle gespielt.

Vor der Europameisterschaft 2022 sprach die österreichische Verteidigerin Laura Wienroither, die im vergangenen Winter von der TSG Hoffenheim zum FC Arsenal gewechselt ist, im Rahmen der "UEFA Together We Play Strong"-Reihe #PlayAnywhere, die in Kooperation mit Visa entstanden ist, mit 90min darüber, wer oder was ihre Karriere am meisten beeinflusst hat.


Meine Eltern

"Ich würde sagen, meine Eltern. Mein Vater war mein erster Trainer, als ich noch ein Kind war. Manchmal haben wir uns ein bisschen gestritten, aber jetzt können wir darüber lachen! Aber auch meine Mutter; beide haben mich wirklich unterstützt und unterstützen mich immer noch sehr. Ich habe das Gefühl, dass sie jedes meiner Spiel gesehen haben und auch jetzt am liebsten jedes Spiel sehen würde."

"Das ist durch die räumliche Distanz natürlich schwieriger geworden. Trotzdem sind die beiden meine größten Unterstützer."


Gabor Gallai

"Ich würde sagen, die größten Entwicklungssprünge habe ich in Hoffenheim unter Gabor Gallai gemacht, der fast drei Jahre lang mein Trainer war. Meiner Meinung nach ist er sowohl charakterlich als auch was den Fußballsachverstand angeht, ein toller Typ, von dem ich unheimlich viel gelernt habe."

"Ich denke, dass er gerade im technischen und taktischen Bereich ziemlich kompetent ist. Er arbeitet sehr detailliert und ich habe das Gefühl, dass er sehr viel über Fußball weiß und den Spielerinnen dieses Wissen unbedingt vermitteln will."

"Auch unsere Nationaltrainerin [Irene Fuhrmann] spielt für mich eine wichtige Rolle. Ich habe das Gefühl, dass ich in den letzten zwei Jahren eine wichtige Entwicklung als Fußballerin gemacht habe. Ich war wirklich dankbar für die Möglichkeit, dass ich einige Spiele über 90 Minuten spielen konnte, und ich hatte das Gefühl, dass sie mir vertraut. Ich möchte ihr dieses Vertrauen einfach zurückgeben."


TSG Hoffenheim

"Mein erstes Profispiel hatte ich in der Bundesliga. Das ist ein ganz anderer Fußball als in Österreich. Ich habe das Gefühl, dass ich als Kind nach Hoffenheim gekommen bin und dort im Laufe der Zeit erwachsen wurde. Ich habe in Hoffenheim meine ersten Spiele als Profifußballerin gemacht. Das hatte einen großen Einfluss auf mich."

"Der ganze Verein war sehr professionell, und ich denke, auch die Qualität der Spielerinnen und die ganze Liga war viel größer als in Österreich."

"Es war eine große Entscheidung [im Alter von 20 Jahren nach Hoffenheim zu wechseln]. Es war einfach, weil man in Deutschland die gleiche Sprache spricht wie in Österreich, aber trotzdem ist man als junges Mädchen zum ersten Mal von zu Hause weg, aber ich bin froh, dass es in Hoffenheim noch zwei andere österreichische Spieler gab, sodass ich nicht alleine war. Ich glaube, das ist einfacher - man fühlt sich nicht allein."


Tabea Waßmuth

"Ich habe mit Tabea Waßmuth gespielt und es ist immer schwer, gegen sie zu spielen, weil man immer sein Bestes geben muss, wenn man gegen sie spielt. Ich finde, dass es gut für meine Entwicklung war, in jedem Training gegen sie zu spielen."


Die Saison 2021/22

"In der letzten Saison mit Hoffenheim, als wir in der Champions League gespielt haben, haben wir alle überrascht. Dann habe ich im Winter die Möglichkeit bekommen, zu Arsenal zu gehen. Deshalb war das wahrscheinlich die wichtigste Saison meiner Karriere."


Euro 2022?

"Ich denke, England ist der perfekte Ort für die Frauen-Europameisterschaft. Ich denke, dass die Menschen dem Frauenfußball gegenüber sehr aufgeschlossen sind, und das finde ich gut."

"Der Frauenfußball in Österreich wird immer größer. Ich habe das Gefühl, dass wir jetzt einfach ein Vorbild für die jüngeren Spielerinnen sein können. Wir wollen einfach unser Herz auf dem Platz lassen und wir wollen viele österreichische Herzen erreichen und sie glücklich machen."


Laura Wienroither spielte kürzlich die Hauptrolle in der #PlayAnywhere-Serie von UEFA Together We Play Strong, die zeigt, dass viele Wege in die Spitzenklasse des Frauenfußballs führen. In Zusammenarbeit mit Visa sprach Laura mit Vicky Losada und Nikita Parris über ihren Weg von einer aufstrebenden Fußballerin zu einer Spielerin, die auf der Weltbühne spielt. Die #PlayAnywhere-Serie kann man hier ansehen.


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