Labbadia rüffelt zwei VfB-Youngster - Lob für Kastanaras

Dominik Hager
Tanguy Coulibaly kann aktuell nicht überzeugen
Tanguy Coulibaly kann aktuell nicht überzeugen / Christian Kaspar-Bartke/GettyImages
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Für den VfB Stuttgart gilt es in der Rückrunde mal wieder darum, mit voller Kraft gegen den Abstieg zu kämpfen. Der neue Coach, Bruno Labbadia, pocht dabei auf Leistungsbereitschaft und Disziplin. Dies hat sich aber offenbar noch nicht im gesamten Kader herumgesprochen. Demnach handelten sich die beiden Youngster Lilian Egloff und Tanguy Coulibaly direkt Kritik ein.


Für Lilian Egloff und Tanguy Coulibaly verlief die Hinrunde enttäuschend. Dies gilt insbesondere für Coulibaly, der lange verletzt fehlte und nur 44 Einsatzminuten in zwei Pflichtspielen sammelte. Egloff kam immerhin elfmal zum Einsatz, sammelte dabei allerdings auch nur 264 Pflichtspielminuten und markierte keinen Scorerpunkt.

Unter Bruno Labbadia hätten eigentlich beide die Chance, ihr Standing zu verbessern und eine Ansage in Richtung Stammplatz zu hinterlassen. Davon sind sie aktuell aber weit entfernt.

Beim Test am Sonntag gegen Sion erhielt der eingewechselte Egloff nach einer unsauberen Aktion einen lautstarken Rüffel vom neuen Coach. "Er muss eine Schippe drauflegen", kritisierte der Coach im kicker. "Offensichtlicher kann es nicht sein, dass man hier eine Position für sich gewinnen kann", ärgerte sich Labbadia, der auf zahlreiche Spieler verzichten muss.

"Er hat es in der Hand und alle Möglichkeiten zu spielen", erklärte der Trainer weiter, jedoch müsse Egloff nun schauen, "wann der Schub kommt". Die Geduld von Labbadia dürfte bald am Ende sein, zumal der VfB sofort unter Zugzwang steht, zu punkten.

Nicht viel besser erging es Tanguy Coulibaly. Der Franzose musste laut kicker-Angaben im Rahmen des Spielersatz-Trainings vorzeitig in die Kabine, nachdem es einen Disput wegen einer strittigen Szene gegeben habe. Eigenwerbung sieht natürlich gänzlich anders aus.

Kastanaras spielt sich in den Vordergrund: "Für Engagement belohnt"

Dafür konnte sich beim 3:0-Sieg gegen Sion mit dem 20-jährigen Thomas Kastanaras ein anderer Youngster in Szene setzen. "Thomas hat sich mit seinem Tor gegen Sion für sein Engagement belohnt", lobte Labbadia den jungen Angreifer. Dieser sei zwar ein "ganz junger Spieler, der das Ganze noch adaptieren muss", jedoch passe bei ihm die Einstellung und der Arbeitsaufwand. Dies garantiere dem Stürmer noch lange keinen Stammplatz, jedoch sei es schon mal "eine gute Basis".

Beim VfB setzt man schon seit längerer Zeit große Hoffnungen in Kastanaras, der in der vergangenen U19-Bundesliga-Saison 26 Tore in 20 Spielen erzielen konnte. Es scheint so, als kündige sich der Durchbruch so langsam an. Bei Egloff und Coulibaly, die beide zu den absoluten Top-Talenten im Verein zählen, muss hingegen wohl noch an der ein oder anderen Schraube gedreht werden.


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