Werder Bremen

Kohfeldt bleibt bis Saisonende im Amt: "Will mit dieser Mannschaft in der Liga bleiben"

Dominik Hager
Die knappe Niederlage gegen Leipzig hat Trainer Kohfeldt fürs Erste den Job gerettet
Die knappe Niederlage gegen Leipzig hat Trainer Kohfeldt fürs Erste den Job gerettet / Pool/Getty Images
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Was für ein bitterer Pokal-Abend für Werder Bremen. Nach einem Kraftakt über 120 Minuten besiegelte Emil Forsberg das Aus der wacker kämpfenden Bremer. Immerhin zeigte die Performance der Werderaner jedoch, dass in der Mannschaft noch Leben steckt. Dafür dürfte insbesondere Trainer Florian Kohfeldt dankbar sein.


Die Enttäuschung war in Bremen natürlich allgegenwärtig, nachdem der Krisenklub das Pokalfinale ganz knapp verpasste. Während es für die Spieler umso heftiger war, derart knapp auszuscheiden, dürfte Florian Kohfeldt gar nicht so unzufrieden gewesen sein. Der insgesamt couragierte Auftritt seines Teams hat ihm jedenfalls bis zum Saisonende den Job gerettet.

Frank Baumann bestätigt Kohfeldt-Verbleib

"Florian wird Trainer bleiben. Wir haben ein großes Ziel, das ist der Klassenerhalt und ich habe die feste Überzeugung, dass wir das mit Florian Kohfeldt schaffen können", stellte sich Baumann nach dem Pokalspiel hinter den Coach.

Gegenüber der ARD zeigte sich Kohfeldt höchst erleichtert über diese Entwicklung und dankbar über die Chance, das zuletzt versäumte wieder gerade zu rücken. "Es freut mich, weil ich das hier auf jeden Fall zuende bringen will. Ich habe viel Energie und will auf jeden Fall mit dieser Mannschaft in der Liga bleiben", zeigt er sich kämpferisch.

Nur ein Punkt vor dem Relegationsplatz: Für Werder Bremen wird es ganz eng

Diese Energie war beim Pokal-Match gegen Leipzig endlich auch wieder auf dem Platz zu sehen. Um die Klasse halten zu können, werden jedoch drei weitere Kraftakte vonnöten sein. Derzeit belegt der krisengebeutelte Klub noch Rang 14, befindet sich jedoch nach fünf Niederlagen am Stück lediglich einen Punkt vor dem Relegationsplatz.

Sorge macht auch, dass das Restprogramm der Bremer vergleichsweise unangenehm ist. Am kommenden Samstag geht es für die Kohfeldt-Elf gegen Bayer 04 Leverkusen, ehe eine Woche später das vermutlich wichtigste Match gegen Tabellennachbar Augsburg stattfindet. Am letzten Spieltag wartet mit Borussia Mönchengladbach eine weitere schwere Aufgabe auf die Norddeutschen.

Der Werder-Coach will sich davon allerdings nicht runterziehen lassen. "Wir sind eine Mannschaft, die Herz hat - und das müssen wir in den letzten Wochen zeigen", appelliert er an sein Team. Nur dann haben die Nordlichter eine Chance, wie bereits im Vorjahr, mit einem blauen Auge aus der Saison herauszukommen. Langfristig wird sich bei den Bremern, ob mit oder ohne Kohfeldt, etwas ändern müssen.

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