Bayern München

Coman verblasst in der Bayern-Offensive: Nagelsmann kennt die Gründe

Dominik Hager
Kingsley Coman läuft noch nicht zu Hochtouren auf
Kingsley Coman läuft noch nicht zu Hochtouren auf / Nicolò Campo/GettyImages
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Kingsley Coman durchlebt bislang eine höchst mäßige Saison. Der Franzose wurde immer wieder von Unterbrechungen zurückgeworfen und ist in Summe wohl der schwächste Bayern-Offensivspieler der Hinrunde. Nun hat sich Julian Nagelsmann über das Münchner Sorgenkind geäußert.


Die Saison fing für Kingsley Coman schon schlecht an, als sie noch nicht mal begonnen hatte. Der Flügelflitzer schleppte schließlich eine Rotsperre aus der Vorsaison mit in die neue Spielzeit und musste von der Tribüne aus mitansehen, wie seine Konkurrenten zu Hochtouren aufliefen. Zwar meldete sich der Franzose mit einem überragenden Spiel gegen den VfL Bochum stark zurück, jedoch war das dann auch schon fast alles, was von Coman in dieser Spielzeit überragend war. Nach seinen vier Scorer-Punkten gegen den VfL glückten dem Außenbahnspieler in Liga und Champions League jeweils nur noch ein einziger.

Dies lag mitunter aber auch daran, dass der 26-Jährige immer wieder aus dem Rhythmus gerissen wurde. Zunächst verpasste er einige Spiele wegen eines Muskelfaserrisses, ehe er sich mit seiner Gelb-Roten Karte gegen Dortmund selbst ins Abseits manövrierte.

Aktuell haben demnach andere Offensivspieler klar die Nase vorne, weshalb Coman nur die Joker-Rolle bleibt. Nach seinen Einwechslungen fiel er jedoch häufig nur mit schwachen Flanken auf. Im Eins-gegen-eins fehlt es sichtbar noch an Selbstvertrauen und dem letzten Quäntchen Spritzigkeit.

Coman nicht in Form - Nagelsmann benennt Gründe

Für Julian Nagelsmann kommt das kleine Formtief von Coman aber nicht überraschend. "Er hatte in den letzten Wochen immer wieder muskuläre Probleme - Muskelverhärtungen und -krämpfe. Wahrscheinlich war er deshalb nicht in Bestform", nahm er seinen Schützling im Rahmen der PK in Schutz. Coman wisse zudem selbst, "dass er besser spielen kann als jetzt."

Nun gehe es darum, "die maximale Frische in seiner Muskulatur zu spüren", denn in diesem Fall "wäre er für uns unersetzbar".

Coman war in der vergangenen Saison noch der konstanteste Münchner Flügelspieler und Nagelsmann wurde auch nicht müde, genau das zu betonen. Nun muss man sich jedoch die Frage stellen, wen der Franzose überhaupt verdrängen kann. Nimmt man das Leistungsprinzip zum Anlass, dann noch am ehesten Mané oder den derzeit verletzten Müller. Die beiden erfahrenen Offensivspieler haben beim Coach jedoch ebenfalls ein Stein im Brett.

Uns erwarten definitiv spannende Positionskämpfe und lange Gesichter, wenn es im kommenden Jahr in der Champions League gegen die ganz großen Brocken geht. Da könnte sich durchaus der ein oder andere Star überraschend auf der Bank wiederfinden.


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