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Kevin Stöger verlässt Fortuna Düsseldorf - Diese Klubs könnten in Frage kommen

Kevin Stoeger
Abschied aus Düsseldorf: Wohin wechselt Kevin Stöger? | DeFodi Images/Getty Images

Mit Kevin Stöger verliert Fortuna Düsseldorf einen der besten Spielmacher der Bundesliga. Der 26-Jährige hatte einen großen Anteil am Klassenerhalt vor einem Jahr, aufgrund eines Kreuzbandrisses konnte er in dieser Spielzeit aber erst ab der Rückrunde mitwirken. Einige Bundesligisten werden mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit ihre Fühler ausstrecken - die folgenden Klubs könnten für Stöger in Frage kommen.

Im Dress von Fortuna Düsseldorf war Kevin Stöger der personifizierte Ballverteiler. Mit seinen präzisen Pässen leitete er viele Angriffe ein, nicht selten spielte er auch den finalen Pass vor dem Abschluss. Sieben Torvorlagen steuerte er bei, als die Fortuna in der Saison 2018/19 überraschend Elfter wurde, trotz des Kreuzbandrisses sammelte er in dieser Spielzeit fünf Vorlagen. Bis zum Schluss haben die Verantwortlichen um eine Vertragsverlängerung gekämpft, doch mit dem Abstieg war klar, dass sich die Wege trennen würden.

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Begehrt und erschwinglich: Kevin Stöger dürfte bei vielen Vereinen auf dem Zettel stehen | DeFodi Images/Getty Images

Wohin also mit dem Österreicher, der im vergangenen Jahr vor einem Wechsel zur AS Rom stand, ehe seine Verletzung die Pläne durchkreuzte? Der VfB Stuttgart soll Interesse haben, allerdings ist es äußerst unwahrscheinlich, dass die Schwaben damit allein sind. Bei welchen Klubs könnte Stöger in Frage kommen?

Hilft Stöger Schalke wieder auf die Beine?

Der FC Schalke 04 kann einen Spielmacher seiner Art gebrauchen. Im Verbund mit Omar Mascarell, Suat Serdar, Weston McKennie und Amine Harit könnte sich daraus ein starkes Mittelfeld ergeben. Im Umschaltspiel von David Wagner könnte Stöger eine ähnliche Rolle einnehmen wie unter Friedhelm Funkel in Düsseldorf - und speziell in puncto Chancenerarbeitung hat Schalke Nachholbedarf. Ein weiterer Pluspunkt: Der klamme S04 muss keine Ablösesumme zahlen.

Wiedersehen mit Dodi Lukebakio bei der Hertha?

Auch Hertha BSC könnte eine attraktive Option sein. Die Alte Dame kompensiert die Abgänge von Per Skjelbred und Marko Grujic mit Neuzugang Lucas Tousart, nominell würde Stöger die Kaderlücke endgültig schließen. Im 4-2-3-1 von Bruno Labbadia würde er mit Vladimir Darida und Nachwuchstalent Lazar Samardzic um den Platz auf der Zehn konkurrieren, aufgrund seiner Variabilität könnte Labbadia aber auch andere Formationen austesten. Dank der schnellen Außenbahnspieler könnte die Hertha überfallartig kontern, doch auch im eigenen Ballbesitz wäre Stöger mit dem ballsicheren Matheus Cunha eine echte Waffe.

Wird Stöger Hoffenheims Demirbay-Ersatz?

Eine weitere Station wäre TSG Hoffenheim, wo nach dem Weggang von Sebastian Rudy eine Stelle als Ballverteiler frei geworden ist. Abhängig davon sind allerdings die Fragen, mit welchem Trainer der Verein in die neue Saison geht und welche Ideen dieser mitbringt. Wird ein Trainer mit einem ähnlichen Spielstil wie Julian Nagelsmann verpflichtet, könnte Stöger der Dreh- und Angelpunkt in der Zentrale werden; so, wie es Kerem Demirbay vor seinem Wechsel zu Bayer Leverkusen war.

Champions League mit Gladbach?

Besonders interessant wäre Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen haben sich für die Champions League qualifiziert, wollen aufgrund der Corona-Pandemie aber nicht groß auf dem Transfermarkt aktiv werden - auf einen ablösefreien Spieler dieser Qualität sollte man dennoch einen Blick werfen. Nach dem Wechsel von Tobias Strobl zum FC Augsburg ist ein Platz im Mittelfeld frei, zudem lässt Marco Rose variablen Fußball spielen. Ähnlich wie Florian Neuhaus würde Stöger Dynamik ins Spiel bringen und dem ballorientierten Spiel zusätzliche Sicherheit verleihen.

Die Auswahl ist groß, im Ausland wohl noch größer. Stöger wird entscheiden müssen, wo er seine Karriere fortsetzen will. In der Bundesliga gibt es jedenfalls einige sehr gute Optionen.