Bundesliga

Boateng adelt Bobic: "Unter den Sportmanagern sowas wie Lionel Messi"

Dominik Hager
Kevin-Prince Boateng hat Sportchef Fredi Bobic in Schutz genommen
Kevin-Prince Boateng hat Sportchef Fredi Bobic in Schutz genommen / Maja Hitij/GettyImages
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Eintracht Frankfurt hat Fußball-Deutschland mit dem sensationellen Triumpf in der Europa League begeistert, während die Hertha um den Verbleib in der Bundesliga zittern musste. Demnach ist es schon naheliegend, dass Fredi Bobic nach seinem Wechsel aus Frankfurt nach Berlin einiges an Spott ertragen musste. Wer spielt schließlich lieber um den Abstieg, als um große Titel. Kevin-Prince Boateng hat den Sportchef nun aber in Schutz genommen und mit einem kuriosen Vergleich überrascht.


Ein Europa-League-Gewinner schießt nicht einfach so von null auf hundert aus dem Boden. Von daher kann man durchaus sagen, dass Fredi Bobic am Triumpf der Hessen seinen Anteil hatte. Immerhin war dieser zwischen 2016 und 2021 für die Kaderplanung verantwortlich und machte die Eintracht erst zu dem Klub, der nach eher mauen Jahren international für Furore sorgen konnte.

Fußball ist jedoch schnelllebig und während die Hertha im Tabellenkeller herumkrebste dachte selbstredend niemand mehr an seine gute Arbei für die Eintracht, die allerdings in der Vorsaison ein umstrittenes Ende fand.

Eine der ersten Amtshandlungen von Bobic bei der Hertha war es, Kevin-Prince Boateng zu holen, was aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Spielers Kritik hervorrief. Letztlich muss man auch sagen, dass weder der Boateng-Transfer, noch zahlreiche andere Käufe, sich in der abgelaufenen Saison wirklich ausgezahlt haben.

Boateng macht Bobic für Eintracht-Titel verantwortlich: "Seinem Fundament zu verdanken"

Immerhin dankte Boateng es dem Berliner Sportchef mit öffentlicher Rückendeckung in nicht geringfügigem Ausmaße.

"Dass die Eintracht gerade die Europa League gewann, hat sie dem Fundament zu verdanken, das Bobic vor sechs Jahren gelegt hat", erklärte der 35-Jährige gegenüber dem Spiegel.

“Bobic ist unter den Sportmanagern so was wie Lionel Messi. Man muss ihm Zeit geben", ließ er einen erstaunlichen Vergleich folgen.

Boateng polarisiert weiter: Hertha wird behandelt wie Real oder Barcelona

Zudem kritisierte Boateng, dass man zu schnell zu große Erfolge sehen möchte.

"Hertha wird in der Presse wie ein Topklub behandelt, wie Real Madrid oder der FC Barcelona. Wenn es nach drei Monaten nicht funktioniert, fordern die Leute deinen Rauswurf. In Frankfurt ist das nicht so", verglich der Mittelfeldspieler.

Man ist geneigt zu sagen, dass man bei der Hertha gemäß dem Motto "Lieber schlechte Presse, als gar keine Presse" froh sein kann, wenn überhaupt jemand über den Verein schreibt. Die Leistungen auf dem Platz lassen es eigentlich nicht zu, während man abseits vom Rasen immer wieder selbst Futter für reichlich Storys liefert. Ob all das jetzt aber mit Barcelona und Real Madrid zu vergleichen ist, ist aber mehr als fraglich.


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